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625 Jahre Papier: Gewaltige Entwicklung

Als der Nürnberger Ratsherr Ulman Stromer am 24. Juni 1390 die Gleismühle als Hadernmühle in Betrieb nahm, konnte er nicht ahnen, welche gewaltige Entwicklung die Papiermacherkunst nehmen und wie Papier die Geschicke der Welt begleiten würde.

2015 – 625 Jahre später – ist die deutsche Papierindustrie die Nr. 1 in Europa, die Nr. 4 weltweit und eine Gesellschaft ohne Papier nicht mehr denkbar.
Als Ulman Stromer seinen unternehmerischen Schritt in seiner Familienchronik „Püchl von mein geslecht und von abentewr“ (Buch meiner Familie und Geschehnisse) festhielt, lag die eigentliche Erfindung des Papiermachens schon mehr als ein Jahrtausend zurück. Im Jahr 105 nach Christus beschreibt der chinesische Minister Tsai Lun erstmals die Herstellung von Papier aus zerstampften Pflanzenfasern, die in Wasser aufgelöst und mit einem Sieb entwässert wurden. Im 4. Jahrhundert kannte man in China bereits bemalte Tapeten aus Papier, um 650 nach Christus wurde Papiergeld als Währung ausgegeben.
Über die Seidenstraße gelangte die Kunde von der Papiermacherei um 750 in den arabischen Kulturkreis. Statt der in China üblichen Rohstoffe nutzten die Araber