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Neues aus der Papierindustrie

Am 7. September feierte Dr. Casimir Katz seinen 80. Geburtstag. Er stammt aus Lübeck, wo sein Vater die damals weit verzweigte Firma Katz & Klumpp leitete. Im Jahr 1949 schloss Casimir Katz in Frankfurt am Main sein Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre ab und promovierte anschließend. Nach der Tätigkeit bei einer finnischen Holzexportfirma übernahm er in der Papiermacherstadt Gernsbach die Leitung der süddeutschen Betriebe von Katz & Klumpp, später Katz Werke AG, danach Pfleiderer Kunststoff AG. Im Jahr 1962 machte er sich als Journalist und Unternehmensberater selbstständig. Sechs Jahre später erwarb er den EUWID (Europäischer Wirtschaftsdienst), der inzwischen zu einem der bekanntesten Informationsdienste in den Branchen Holz, Papier, Recycling, Kunststoff, Verpackung, Möbel und Facility Management avanciert ist. Vor 25 Jahren hat Dr. Casimir Katz den Deutschen Betriebswirte-Verlag von Berlin an die Murg geholt. Besonders hervorzuheben ist hier das Papier-Lexikon, das er zusammen mit Lothar Göttsching als dreibändige Edition herausbrachte oder aber das Wörterbuch Holz (deutsch-englisch, englisch-deutsch). Vor 20 Jahren gründete er den Casimir Katz Verlag, der Bücher mit historischen Themen publiziert, zuletzt veröffentlichte er mit „Die Holzbarone“ eine Familiengeschichte, die auch die Geschichte seiner eigenen Familie widerspiegelt. Dr. Casimir Katz ist seit dem Jahr 1997 auch Vorsitzender der Murgschifferschaft, die als Genossenschaft rund 5000 Hektar geschlossene Waldfläche verwaltet und damit zu einer der größten privaten Waldbesitzervereinigungen Baden-Württembergs zählt.
Rudolf A. Schmeiser

Wahrzeichen der Murgtäler Papierindustrie wurde abgebrochen
Viele Jahrzehnte lang war der stählerne Schornstein des Kraftwerks der Holtzmann & Cie AG außerhalb von Weisen-bach im Oberen Murgtal zusammen mit seinem gemauerten „Bruder“ so etwas wie ein Wahrzeichen einer Industrie, die sich vor über 100 Jahren aus dem früheren Holzgewerbe entwickelt hat.

Im Jahr 1885 wurde die Papierfabrik von Eugen Holtzmann, August Fischer und Dr. Wilhelm Oechelhaeuser gegründet. Aus Holzschliff wurde dort seinerzeit Papier produziert.

Insgesamt drei Werke wurden es im Laufe der nächsten 17 Jahre, heute ist nur noch das im Jahr 1906 gegründete Werk in Wolfsheck einige hundert Meter weiter murgaufwärts in Betrieb und stellt Zeitungspapier her.

Die topografischen Gegebenheiten sind einfach ungünstig, das Murgtal ist zu eng und die Verkehrswege fernab der Autobahn zu lang. Weshalb die Firma Holtzmann bereits in den sechziger Jahren in den Karlsruher Hafen auswich. Die alten Fabrikationsgebäude blieben stehen, Teile davon werden anderweitig genutzt.

Übrig blieb auch ein bis nahezu 100 Meter über dem Gelände aufragender Schornstein. Das stählerne Ungetüm wurde regelmäßig alle zwei Jahre auf seine Standfestigkeit und Sicherheit überprüft.

Ende dieses Jahres wäre wieder solch eine Überprüfung fällig gewesen, doch nun erübrigt sie sich, denn der 40 Meter hohe Stahlkamin wurde Mitte August im Laufe einer Woche Stück für Stück abgetragen.
Manfred Fieting

Verband Bayerischer Papierfabriken sponsert Jugendmuseum
Die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an den faszinierenden Werkstoff Papier ist ein Grundanliegen der Papierindustrie. Der Verband Bayerischer Papierfabriken fördert daher die Mitmach-Ausstellung „Papier la Papp“ des Kinder- und Jugendmuseums München. Im Zeitraum vom 7. Oktober 2005 bis zum 5. März 2006 erhalten täglich vier Schulklassen die Möglichkeit, die Vielseitigkeit von Papier und seinen Produkten zu erfahren und die Papierindustrie als Arbeitgeber kennen zu lernen. Begleitet wird die Ausstellung durch eine Lehrerfortbildung, damit das Thema Papier unter Einsatz der neuen Unterrichtsmedien der Verbände VAP und VDP im Unterricht vertieft werden kann.

Weitere Informationen: www.kindermuseum-muenchen.de

Scheufelen-Azubis bei der Voith AG in Heidenheim
Die Auszubildenden der Papierfabrik Scheufelen machten in diesem Frühsommer einen Ausflug zur Voith AG in Heidenheim. Sie wurde als Ziel gewählt, da sie ein wichtiger Lieferant von Scheufelen ist, die Papiermaschinen bei Scheufelen von Voith stammen und eine intensive Beziehung zwischen beiden Firmen besteht. Organisiert und geplant wurde der Ausflug von den Ausbildern. In einer Firmenpräsentation in Form eines Filmes erfuhren die Azubis in Heidenheim einige Eckdaten von Voith, etwa dass dreißig Prozent des weltweit produzierten Papiers auf Voith Maschinen hergestellt wird und dass diese die schnellsten Papiermaschinen der Welt sind. Ein weiterer Film zeigte im Zeitraffer den Abbau einer alten Papiermaschine und den anschließenden Aufbau einer neuen Voith Papiermaschine.

Bei einer Betriebsbesichtigung erhielten die Auszubildenden einen kleinen Einblick zum Beispiel in die Gießerei, die Herstellung mechanischer Kleinteile und riesiger, einzigartiger Schiffsantriebe und sie sahen eine Papiermaschine, die im Werk komplett zusammengebaut wurde.
VM

Stora Enso spendete für Unicef
Am Tag der offenen Tür im Juli dieses Jahres wurde bei Stora Enso in Düsseldorf ein Reinerlös von 6000 Euro erzielt, den das Unternehmen an Unicef spendete. An diesem Tag gab es auch eine Kinder-Malaktion. Aus allen Bildern, die in den deutschen Stora Enso Werken zusammengekommen sind, soll ein Kalender gestaltet werden. VM

Hans-Michael Gallenkamp
wurde 60

Hans-Michael Gallenkamp, President der Felix Schoeller Holding, Osnabrück, feierte am 6. September seinen 60. Geburtstag. Er kann auf ein überaus erfolgreiches Berufsleben zurückblicken. Zu Beginn seiner Tätigkeit im Jahr 1978 betrug der Umsatz circa 170 Millionen Mark, heute setzt Felix Schoeller circa 700 Millionen Euro um und beschäftigt 2500 Mitarbeiter weltweit. Felix Schoeller befindet sich heute noch in Familienbesitz. Hans-Michael Gallenkamp ist direkter Nachfahre des Firmengründers Felix Hermann Maria Schoeller. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften in St. Gallen sammelte er an mehreren Stationen internationale Erfahrung, bevor er in der Felix Schoeller Gruppe Führungsaufgaben übernahm. Ehrenamtlich ist Hans-Michael Gallenkamp bis heute als Präsident des Verbandes deutscher Papierfabriken (VDP) tätig, engagiert sich darüber hinaus im Board der CEPI (Confederation of European Paper Industries), als Mitglied im BDI-Präsidium und -Vorstand sowie in diversen Beiräten. VM

10 Jahre Gütegemeinschaft Wellpappe e.V.
Die Gütegemeinschaft Wellpappe e.V. hat im Juni 2005 ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Sie wurde im Juni 1995 gegründet, und ist eine Organisation innerhalb des anerkannten Kompetenzzentrums für verlässliche Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen (RAL).

Derzeit sind 64 Firmen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und der Tschechischen Republik Mitglied der RAL-Gütegemeinschaft Wellpappe. Sie steht allen in- und ausländischen Wellpappenherstellern und -verarbeitern offen. Allgemeine Informationen, eine Mitgliederliste mit den zugelassenen Sorten, die Güte- und Prüfbestimmungen und vieles mehr können über die Homepage http://www.ral-wellpappe.de abgerufen werden.

Die Mitglieder der Gütegemeinschaft Wellpappe produzieren gütegesicherte Wellpappenprodukte. Neutrale Prüfinstitute überwachen die Einhaltung der strengen Regeln. So kann der Kunde aus der abpackenden Wirtschaft sicher sein, dass er die vereinbarte Qualität erhält. Dies wird durch Aufdruck des RAL-Gütezeichens Wellpappe dokumentiert.

Der Vorteil für den Kunden liegt darin, dass er seine Wareneingangskontrolle auf ein Minimum reduzieren kann. Für ihn entfallen auch die Kosten für ein Risikomanagement bezüglich der Verpackung. Dafür genügt der Nachweis einer gütegesicherten Produktion der Wellpappenverpackungen.

Weitere Vorteile für den Endverbraucher gütegesicherter Wellpappe ergeben sich dadurch, dass bei der Einholung von Angeboten eine bessere Transparenz besteht, da die Angebotsabgabe auf gleicher technischer Basis erfolgt. VM

UPM-Kymmene in Schwedt sponsert Schülerprojekt
UPM-Kymmene in Schwedt sponserte das Projekt „Schüler machen Zeitung“ der „Berliner Morgenpost“. Rund 300 Klassen aus Grund- und Oberschulen nehmen in jedem Jahr daran teil. Sie erhalten über mehrere Wochen täglich die Zeitung, jeder Schüler ein eigenes Exemplar. Die Schüler erfahren, wie Zeitungen gemacht werden und können selbst Artikel schreiben. Interessierte Schüler können außerdem an einer Exkursion in das Werk Schwedt von UPM-Kymmene teilnehmen. VM