Archiv Sonstiges

Kunstpreise verliehen

Der Papierkunst-Preis der Papierindustrie 2005 geht an den litauischen Künstler Saulius Valius für seine Installation „again and again“.

Gregor Andreas Geiger

Der Preis wurde am 30. Oktober vom Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) im Rahmen der Feier zum 100. Geburtstag des Dürener Leopold-Hoesch-Museums vergeben.

Die diesjährige PAPER Art 9 steht unter dem Motto REMIXED. Die beiden zweiten Preise erhielten Therese Weber für ihre Arbeit „Zeitreisen“ und der chinesische Künstler Hu You Ben für seine Installation „Schwarze Serie No. 3“. VDP-Hauptgeschäftsführer Klaus Windhagen verwies darauf, dass die Papierindustrie sich seit langem für die PAPER Art engagiere, da sie eine Botschafterin des Papiers sei und die Papierindustrie die Herstellung von Papier auch im Zeitalter der Hochtechnologie als Kunst betrachte.

Die Jury, der neben Dr. Dorothea Eimert, Leopold-Hoesch-Museum, Matthias Simon, Kanzan Spezialpapiere, sowie Dr. Detlef Rhodius, Papierfabrik Schoellershammer, angehörten, hatte den ersten Preis an Saulius Valius damit begründet, dass dieser mit seiner an die Rippenkonstruktion einer Tragfläche erinnernden Konstruktion eine Leichtigkeit vermittele, die dem Betrachter ein Gefühl von Freiheit und von Weite gibt.

Therese Webers „Zeitreisen“ verbinden moderne Technologie der Fotografie mit dem traditionellen Papierguss- und Papierschöpfverfahren aus Asien. Die Jury: „Als Ausgangspunkt für ihren Remix wählte Therese Weber das Gemälde „Roter Mohn“ von Emil Nolde (1908). Die Bewegung im Spiel zwischen Himmel und Erde sehen beide Künstler – jedoch von unterschiedlichen Ausgangspunkten.“

Hu You Ben gestaltet sein großflächiges Werk mit Xuan Papier, das er zerknüllt in Formationen legt. Eine „Drachenader“ aus geknüllt geformtem Papier fließt aus dem Museum heraus auf eine silbrige Skulptur aus zwei ineinander verkeilten Autowracks zu.

Die PAPER Art 9 ist bis zum 31. Dezember 2005 geöffnet.