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Wirtschaft: Die Zuversicht schwindet

Die gedämpfte Weltkonjunktur trübt die Erwartungen ein.
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Die deutsche Wirtschaft schaut verhalten optimistisch auf das Jahr 2019. Das ist das Ergebnis der Verbandsumfrage, für die das Institut der deutschen Wirtschaft jedes Jahr große Branchenverbände befragt. Deren Ergebnisse lesen sich in diesem Jahr wie ein „Ja, aber“: Zum Jahreswechsel 2017 auf 2018 hatten noch 26 Verbände von einer besseren Stimmung gesprochen. Aktuell sind es lediglich sieben. Verantwortlich dafür ist vor allem die gedämpfte Weltkonjunktur, aber auch der planlose Brexit und der ähnlich agierende US-Präsident bereiten den Verbänden Kopfschmerzen. Hinzu kommen die Diesel-Probleme der Automobilindustrie. Auch Banken und Leasingunternehmen bewerten die Lage schlechter.

Vor einem Jahr erwarteten 33 Verbände eine höhere Produktion als im Vorjahr. Jetzt sind es nur noch 28 Verbände – immerhin noch die Mehrheit der Unternehmen. Wobei aber nur zwei Branchen, die Bauindustrie und das Handwerk, eine wesentlich höhere Geschäftstätigkeit erwarten. Zehn schätzen die Umsatzerwartung ihrer Mitglieder schlechter ein. 18 Verbände rechnen damit, dass ihre Mitglieder im kommenden Jahr mehr Mitarbeiter beschäftigen. Acht gehen davon aus, dass ihre Mitgliedsunternehmen Mitarbeiter entlassen oder Stellen nicht neu besetzen. Bei der Papierindustrie rechnet man mit gleichbleibender Beschäftigtenzahl. IW-Konjunkturexperte Dr. Michael Grömling bemängelt, dass investitionsfreundliche Signale vor allem in der Steuer-, Umwelt- und Energiepolitik fehlen. ■