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VDP und WPV unterstützen Pläne für Wertstoffgesetz

Der Verband Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP) und der Wirtschaftsverband Papierverarbeitung e.V. (WPV) unterstützen die Pläne des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für ein Wertstoffgesetz.

Mit der Weiterentwicklung der Verpackungsverordnung zu einem Wertstoffgesetz wird die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland gestärkt. Dies ist wichtig, denn mit einer Altpapiereinsatzquote von 74 Prozent und einer eingesetzten Gesamtmenge von 16,8 Millionen Tonnen Altpapier im Jahr ist die Wertschöpfungskette Papier schon heute die Recyclingindustrie in Deutschland und Europa. Die Papierindustrie benötigt weiterhin qualitativ hochwertiges Altpapier in ausreichender Menge. Dies sicherzustellen setzt kontinuierliche Anstrengungen aller Beteiligten in der Wertschöpfungskette, das heißt Kommunen, Entsorgungswirtschaft, Papierindustrie und Weiterverarbeitung, voraus. Eine starke und verlässliche Entsorgungswirtschaft, die sich an marktwirtschaftlichen und wettbewerblichen Grundsätzen orientiert, ist dabei ein wichtiger Pfeiler. Zusammen mit den kommunalen Anfallstellen können diese Partner einen Beitrag für ein hohes stoffliches Recycling von Papier, Pappe und Karton (PPK)-Verpackungen in den Papierfabriken leisten. Papierfabriken und weiterverarbeitende Industrie setzen daher auf eine effiziente Erfassung von PPK-Verpackungen und deren hochwertiges Recycling in den Papierfabriken im Rahmen eines Wertstoffgesetzes, wie es der BMUB-Entwurf vorsieht. Gleichzeitig bekräftigen beide Verbände aber weiterhin ihre Ablehnung einer verpflichtenden Systembeteiligung auch für PPK- Verpackungen. Die Erfassung in den Kommunen, die Bereitstellung durch Kommunen oder Entsorgungswirtschaft und das Recycling in den Papierfabriken ist ein seit vielen Jahren bewährtes und selbsttragendes System, welches keinen zusätzlichen bürokratischen und ineffizienten Aufwand, wie es Duale Systeme erzeugen, benötigt.