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UPM Schongau mit Umweltpreis ausgezeichnet

Bei der Preisverleihung

UPM und das Duisburger Unternehmen SMI haben gemeinsam am Standort Schongau ein Verfahren zur Herstellung eines ressourcenschonenden Calciumcarbonats (PCC) entwickelt. Im Papierherstellungsprozess wird traditionell Calciumcarbonat als Füllstoff eingesetzt. Er wird aus Branntkalk gewonnen, der durch energieintensives Brennen von natürlichem Kalkstein entsteht und dabei
erhebliche Mengen an CO2 freisetzt. Mit dem neuartigen Verfahren wird der teilweise oder komplette Austausch des Branntkalks durch ein mineralisches Nebenprodukt ermöglicht. Dabei wird Asche aufbereitet, die bei der Verbrennung von Reststoffen aus dem Altpapieraufbereitungsprozess im UPM Heizkraftwerk anfällt. Der daraus entstehende „Recycling-Füllstoff“ kann anschließend bei der Papierproduktion eingesetzt werden. „Das bei der Verbrennung anfallende Kohlendioxid (CO2) wird im Herstellungsprozess wieder an den frisch erzeugten Füllstoff gebunden und dadurch nicht an die Umwelt abgegeben. Zudem wird neben dem natürlichen Rohstoff Kalkstein eine erhebliche Menge Energie durch die Wiederverwendung des aschebasierten Recyclingfüllstoffes eingespart. Hinzu kommt eine signifikante Reduzierung des Transportaufkommens. Für uns ist das ein hervorragendes Beispiel für Innovation und Ressourceneffizienz. Das Verfahren stellt damit einen weiteren Baustein zur Schließung des Rohstoffkreislaufes dar“, so Heiko Hilbert, der das Projekt für UPM Schongau leitet.

Für das Verfahren erhielt UPM Schongau die Auszeichnung „KUMAS-Leitprojekt 2018“. Der Förderverein KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e.V. vergibt diese jährliche Auszeichnung seit 1998. Leitprojekte des KUMAS UMWELTNETZWERKS sind Verfahren, Produkte, Dienstleistungen, Konzepte, Entwicklungen oder Forschungsergebnisse, die in besonderem Maße geeignet sind, Umweltkompetenz „Made in Bavaria“ zu zeigen. ■