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Sappi Stockstadt nimmt neue Turbine in Betrieb

Bei Einweihung der Turbine: (v. l. n. r.) Wolfgang Gorgels

Mitte Mai weihte Sappi Stockstadt eine neue Turbine ein. Das gesamte Investitionsvolumen dafür betrug 12 Millionen Euro. Die Energieerzeugung bei der Papier- und Zellstofffabrik erfolgt im Kraft-Wärme-Kopplungsbetrieb mit Dampfturbinen und Hochdruckkessel. In weniger als 1,5 Jahren wurde die neue Turbine geplant, errichtet und erfolgreich in Betrieb genommen.

Eine Herausforderung war die Integration der komplexen Turbinenregelung sowie -steuerung in das bestehende Prozessleitsystem des Werkes.

 Die neue Turbine ersetzt veraltete Turbinen. Sie wird mit Dampf gespeist und wandelt diesen in elektrische Energie um. Gegenüber dem Vorgängermodell hat das neue Aggregat einen erheblich höheren Wirkungsgrad. Das bedeutet, dass die erzeugte Strommenge bei gleichbleibender Dampfmenge um circa 20 Prozent höher ist.

Seit Inbetriebnahme der neuen Turbine hat sich auch der Anteil an grünem Strom erhöht. Der Dampf, der die Turbine antreibt, wird aus regenerativer Energie erzeugt. Im Falle von Sappi Stockstadt ist dies die aus dem Zellstoffprozess gewonnene Dicklauge.

 Der Fremdstrombezug von Sappi Stockstadt hat sich signifikant verringert. Fremdstrom ist für den Betrieb des Gesamtwerkes jedoch weiterhin wichtig, da die benötigte Menge an hergestelltem Eigenstrom nicht vollständig für die komplette Produktion ausreicht.

 Die neue Dampfturbine konnte im März ohne Probleme auf Leistung und unter Beachtung sämtlicher Arbeitssicherheitsrichtlinien ans Netz gefahren werden.