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Prozessabwärme von Stora Enso Maxau wird zu Fernwärme

Besiegeln die Zusammenarbeit mit ihren Unterschriften: (von links) Dirk Rogge

Ein Teil der industriellen Prozessabwärme der Papierfabrik Stora Enso Maxau wird zukünftig für die Fernwärmeversorgung der Stadt Karlsruhe nutzbar gemacht. Dies haben die Stadtwerke Karlsruhe und Stora Enso Maxau vertraglich festgehalten. Dem Beschluss ging eine Studie voraus, die ergeben hat, dass es technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, die Abwärme aus der Papierproduktion für das Fernwärmenetz der Stadt nutzbar zu machen. „Wir freuen uns, dass wir Teil dieses großen Umweltprojekts werden und künftig unsere Prozesse auf diesem Weg im ökologischen Sinne noch besser gestalten können“, so Joachim Grünewald, Geschäftsführer von Stora Enso Maxau. Zur Versorgung der Papierfabrik mit Prozessdampf und elektrischer Energie hat das Werk einen Wirbelschichtkessel, der zu über 80 Prozent mit Biomasse betrieben wird, mit zugehörigen Dampfturbinen in Betrieb. Die Turbinen werden im kombinierten Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK-) und Kondensationsbetrieb eingesetzt. Durch den Bau
einer neuen, hocheffizienten Turbine ergibt sich zukünftig weiteres KWK-Potential, das für die Wärmeversorgung nutzbar gemacht werden soll. Dies führt zu einer Vermeidung von 10.000 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr. Mit einem ebenfalls neuen Heizkondensator können dann pro Stunde rund 40 Tonnen Dampf im KWK-Betrieb zur Wärmelieferung genutzt werden. ■