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Genehmigung für neue Papiermaschine erteilt

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer übergibt die Genehmigungsurkunde an Dr. Stefan Karrer.
Foto: Koehler Paper Group

Im November 2018 übergab die Präsidentin des Regierungsbezirks Freiburg, Bärbel Schäfer, dem Technischen Vorstand der Koehler Paper Group, Dr. Stefan Karrer, in Kehl die sogenannte immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung zur Errichtung einer neuen
Papiermaschine mit Nebenanlagen.

Kernstück der neuen Anlage ist eine
142 Meter lange Papiermaschine und
eine 96 Meter lange Streichmaschine.
In den neuen Anlagen sollen neben den schon bereits bisher produzierten Spezialpapieren zunehmend papierbasierte Verpackungslösungen hergestellt werden, mit denen die derzeit üblichen Kunststoffverpackungen im Lebensmittelbereich ersetzt werden sollen.

An die Verpackungen werden im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit besondere Anforderungen gestellt. So sind zum Beispiel zum Schutz vor Feuchtigkeit oder zur Gewährleistung der Haltbarkeit spezielle Eigenschaften notwendig.

„Mit diesen Anlagen, mit denen die
Plastikverpackungen durch Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen
ersetzt werden können, leistet die Firma Koehler einen wichtigen und innovativen Beitrag, um die immer stärker werdende Umweltbelastung durch Plastikmüll einzudämmen“, zeigte sich Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer bei der Übergabe der Genehmigung erfreut. Auch Dr. Karrer ist sich der Tragweite der Aufgabe bewusst. „Unsere Innovationsabteilung arbeitet alleine und in Kooperation mit anderen Instituten daran, Papiere zu entwickeln, die die Funktionen von Kunststoff im Bereich der Verpackungen wo möglich und sinnvoll ersetzen können“, sagte er. „Mit Fertigstellung der Papiermaschine im September 2019 werden wir in die Produktion einsteigen und unseren Beitrag leisten können, den Verbrauch von Kunststoff zu reduzieren.“

Im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren konnte Koehler nachweisen, dass die Anlage insbesondere den Anforderungen an den Umweltschutz gerecht wird. Sie erfüllt die nationalen Anforderungen an den Stand der Technik und zugleich die europarechtlich geregelten Standards.

Die Bauarbeiten für die Anlage sind bereits im vollen Gang, nachdem der Firma Koehler auf Antrag im März 2018 die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns bewilligt werden konnte.

Das Vorhaben hat ein Investitionsvolumen von 240 Millionen Euro. Insgesamt sollen bis 2020 am Standort in Kehl über 300 Millionen Euro investiert und über 100 neue Arbeitsplätze geschaffen
werden. ■