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Forstbasierte Industrien verbessern CO2-Bilanz der EU

Forstbasierte Industrien verbessern CO2-Bilanz der EU Papier, hier verschiedene Spezialpapiere, speichert CO2, außerdem kann es Erdöl-basierte Materialien in verschiedenen Produkten ersetzen. Foto: VDP

Die forstbasierten Industrien sorgen in Europa für eine jährliche Verbesserung der CO2-Bilanz um 806 Megatonnen. Das entspricht rund 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in der EU. Diese Bilanz zieht eine unter Federführung des Verbandes der Europäischen Papierindustrie erstellte Studie, an der sich neun weitere Verbände aus Forst-, Holz-, Holzverarbeitungs- und Bioenergie-Industrie beteiligt haben. Laut Studie stoßen die forstbasierten Industrien in ihren Produktionsprozessen naturgemäß auch CO2 aus. Auf der Habenseite stehen jedoch die Kohlenstoffspeicherung in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und fertigen Holzprodukten wie Möbeln oder Papier (447 Megatonnen CO2). Hinzu kommen die eingesparten CO2-Emissionen durch den Einsatz von nachhaltigen, holzbasierten Produkten anstelle fossiler Energieträger, wie zum Beispiel Erdöl oder Kohle. Nach Ansicht der europäischen Wirtschaftsverbände muss in der politischen Diskussion bei Betrachtung des Sektors nicht nur die CO2-Bindung in Wäldern herangezogen werden. Der forstbasierte Sektor muss vielmehr ganzheitlich als „zirkulare Bioökonomie“ betrachtet werden. Dies schließt zwingend CO2-Einsparung infolge Ersetzung CO2-intensiver Rohstoffe durch holzbasierte Alternativen wie zum Beispiel Papier mit ein.

Die forstbasierten Branchen bekennen sich ausdrücklich zum Ziel der CO2-Neutralität. Ihren Beitrag sehen sie dabei vor allem in der

  • Substitution CO2-intensiver Rohstoffe durch holzbasierte
    Alternativen,
  • Abfallvermeidung und einer angestrebten Recyclingquote von 70 Prozent für alle forstbasierten Produkte,
  • Stärkung der Energieeffizienz und Produktivität in allen Produktionsstufen. ■