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Elbphilharmonie: Altpapier für gute Akustik

Die „Weiße Haut“ besteht aus Gipsfaserplatten.
Foto: Oliver Heissner

Die so genannte „Weiße Haut“ wird im Großen Saal der Elbphilharmonie für optimale Akustik sorgen. Sie besteht aus insgesamt 10.000 Gipsfaserplatten. Die Platten sind aus Altpapier und Naturgips gefertigt, basierend auf 3-D Berechnungen millimetergenau gefräst und erfüllen die vielseitigen Anforderungen in Bezug auf akustische Eigenschaften, Gewicht, Brandschutz und Haltbarkeit optimal.

Die computergesteuert geschnittene Oberfläche wirkt sehr lebendig, fast handwerklich geschnitzt. Die Platten sind in verschiedener Stärke und mit unterschiedlich tiefer Oberflächenstruktur gefräst, je nachdem, welche akustischen Eigenschaften an den entsprechenden Flächen im Saal gebraucht werden. Die Oberflächenstruktur besteht aus circa einer Million jeweils optimal auf die Raumgeometrie angepasster Zellen. Diese Oberflächenstruktur ist entscheidend, um den Schall gezielt zu streuen. Die Elemente wiegen je nach Stärke und Größe zwischen 35 und
125 Kilogramm. Die „Weiße Haut“ wurde von den Architekten in enger Abstimmung mit dem Akustiker Yasuhisa Toyota, Brandschutzexperten und der produzierenden Firma Peuckert aus Mehring bei München entwickelt. ■