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Weggeben lohnt sich

In den Hausmüll dürfen alte Handys auf keinen Fall. Sie gehören ins Recycling. Foto: BillionPhotos - stock.adobe.com
Sie können ihr altes Handy, Smartphone oder Tablet verkaufen, entsorgen oder spenden. Nur bei sich zuhause in der Schublade liegen lassen, sollten Sie es möglichst nicht.

VM

Genau das tun aber viele Menschen. Und so schlummern in deutschen Haushalten geschätzt 124 Millionen Althandys, denn benutzt wird ein Smartphone oder Handy im Durchschnitt nur 2,47 Jahre.

Aber was tun mit dem alten Gerät? Hierauf gibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Antworten.

Wer sein noch funktionierendes Smartphone verkaufen möchte, sollte das am besten per Kleinanzeige tun, da man so mehr Geld bekomme als bei einem Ankaufportal, raten die Verbraucherschützer. Man könne es natürlich auch verschenken. Beides sei sinnvoll, denn es schont die Umwelt, wenn das Smartphone länger genutzt wird.

Wertvolle Rohstoffe

Auch wenn es nicht mehr funktioniert und nicht mehr verkauft werden kann, sollte man ein Altgerät nicht einfach in der Schublade liegen lassen. Immerhin enthält es wertvolle Rohstoffe, wie Gold, Silber und Kupfer. Andererseits aber auch Schadstoffe, die umweltgerecht entsorgt werden müssen. Deshalb gehören ausrangierte Handys und Smartphones nicht in den Hausmüll. Stattdessen können sie bei den kommunalen Recyclinghöfen, aber auch bei Geschäften für Elektrogeräte abgegeben werden. Außerdem nehmen Mobilfunkbetreiber, teilweise auch in ihren Geschäften, alte Geräte zurück.

Auswählen, an wen man spendet

Man kann alte Handys auch einer gemeinnützigen Organisation spenden. Diese führen, teils zusammen mit Mobilfunkanbietern, Sammlungen durch. Sammelstellen finden sich in Kirchen, Schulen und anderen Orten, teilweise kann man die Handys einschicken.

Die gesammelten Geräte gehen an eine Recyclingfirma, die sie sortiert. Noch funktionsfähige Handys werden häufig ins Ausland, etwa in Entwicklungsländer, verkauft, defekte Geräte recycelt. Für jedes gesammelte Handy erhält die Sammelorganisation einen pauschalen Betrag, den sie für von ihr unterstützte Projekte einsetzt. Wer gezielt auswählt, an wen er sein Handy abgibt, kann so mitbestimmen, an wen der Erlös geht.

Vorher Daten löschen

Egal, welchen Weg man wählt: Auf jeden Fall sollte man vorher die microSD- und SIM-Karte entfernen, sowie die gespeicherten Informationen löschen. Dafür rät die Stiftung Warentest, zuerst die Datenverschlüsselung auf dem Smartphone, falls sie noch nicht voreingestellt ist, zu aktivieren. Bei älteren Smartphones, deren interner Speicher nicht verschlüsselt werden kann, kann man den integrierten Speicher mit belanglosen Daten überschreiben. Danach sollte man das Smartphone auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Informationen gibt es auch beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (https://www.bsi-fuer-buerger.de)