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Viren und Würmer bekämpfen

Das Internet ist eine Fundgrube an Informationen zu allen möglichen Themen. Doch so leicht man dort Rat und Hilfe bekommt, so schnell infiziert man den eigenen Rechner auch mit bösartigen Schädlingen. Papier + Technik sagt Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Bettina Blaß

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich ein Leben ohne Internet und E-Mail nicht mehr vorstellen können? Dann sollten Sie darüber Bescheid wissen, dass aus dem Netz viel Ärger kommen kann. Viren, Würmer oder trojanische Pferde legen nicht nur Ihren Rechner lahm, sondern geben im schlimmsten Fall auch vertrauliche Informationen nach außen. Darum ist es wichtig, dass Sie sich und Ihren Computer schützen:

Schädlingsbefall am PC
Geht es um Computer, und ist die Rede von Viren oder Würmern, dann hat das wenig mit Grippe oder Gartenarbeit zu tun. Vielmehr geht es dabei um Computerschädlinge. Sie löschen oder überschreiben beispielsweise Dateien oder leiten Daten an Dritte weiter. Diese elektronischen Schädlinge holen sich Computernutzer beispielsweise auf den Rechner, wenn Sie im Internet unterwegs sind oder fremde Dateien von CD-ROM, USB-Stick oder auch als Anhang an einer Mail öffnen. Wer ein Anti-Viren-Programm auf seinem Computer installiert hat, ist aber relativ geschützt gegen solche Gefahren, denn die Software prüft erst, ob mit einer Datei ein Schädling verknüpft ist, bevor sie geöffnet wird. Allerdings werden ständig neue Viren, Trojaner oder Würmer programmiert. Darum ist es wichtig, dass Computer-Nutzer ihre Aufspürsoftware stets aktuell halten.

Sollte sich trotz größter Vorsicht ein Computerschädling auf einem PC einnisten, können die Auswirkungen ganz unterschiedlich sein. Manchmal erkennt man sie daran, dass man nicht mehr auf alle Datenträger und Laufwerke zugreifen kann. Möglicherweise ist der Computer aber auch plötzlich sehr langsam geworden oder Dateien lassen sich nicht mehr bearbeiten oder speichern. Gibt es einen Verdacht, dass der Computer infiziert ist, sollte als erstes die Anti-Viren-Software aktualisiert werden. Danach startet man das Programm und lässt sie alle Festplatten des Rechners durchsuchen. Falls das nicht weiterhilft, lohnt sich der Weg zu einem Fachmann.

War der PC wirklich infiziert, ist es sinnvoll, alle Passwörter für Online-Anwendungen zu ändern, nachdem der Schädling beseitigt wurde. Bei der Wahl des Passwortes sollte man keinesfalls auf Wörter aus dem Alltag zurückgreifen, denn sie können leicht geknackt werden. Besser sind dagegen alphanumerische Passwörter, bei denen Buchstaben und Zahlen miteinander gekoppelt sind. Sie sind natürlich schwieriger zu merken. Experten raten darum dazu, sich einen Satz auszudenken, und nur die Anfangsbuchstaben der Wörter zu nutzen. Dann wird beispielsweise aus: „Ich kaufe meine acht Äpfel am Liebsten bei Regen auf dem Markt“ das Passwort „Ikm8ÄaLbRadM“.

Wie wichtig das regelmäßige Ändern von Passwörtern und eine gute Verschlüsselung ist, zeigt das Beispiel der 27-jährigen Christine B. aus Baden-Württemberg. Ihr Zugang zur Online-Auktionsplattform Ebay wurde geknackt. Ein Online-Betrüger bot so über ihren Account Blackberries an. Da bei der Online-Auktionsplattform auch ihre Maildaten hinterlegt waren, konnte er ihr E-Mailpostfach nutzen, um an die Käufer Rechnungen zu schicken. Christine B. merkte erst, dass Sie ein Problem hatte, als die Käufer sie fragten, wo die Ware bleibe. Schließlich musste sie bei der Polizei Strafanzeige stellen.