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Verfallsdatum beachten

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Gutscheine zu verschenken ist sehr beliebt. Ob für Bücher, Mode, Reisen, Saunabesuche oder eine Stadtrundfahrt, es gibt sie für alle möglichen Dinge oder Dienstleistungen. Der Beschenkte sollte sie aber nicht zu lange liegen lassen.

VM

Bei einem Gutschein kann jeder selber entscheiden, wann er ihn eintauschen möchte. Fällt ihm im Moment nichts ein, kann er ruhig noch etwas warten. Gutscheine in die Schublade legen und erst einmal vergessen, sollte man aber nicht, denn sie sind nicht ewig gültig. Darauf weist unter anderem die Verbraucherzentrale Hamburg hin. Sie hat einige Fragen zu Geschenkgutscheinen beantwortet.

Im Allgemeinen drei Jahre gültig

Steht keine Frist auf dem Gutschein, ist er drei Jahre lang gültig. Und zwar ab dem Ende des Jahres, in dem er ausgestellt wurde. Verschenken Sie also zu diesem Weihnachtsfest einen Bücher-Gutschein, kann der Beschenkte ihn bis Ende 2019 einlösen.

Gutscheine können aber auch befristet sein. Allerdings hat schon im Jahr 2007 ein Gericht entschieden, dass Amazon-Gutscheine nicht auf ein Jahr befristet werden dürfen. Eine zu knapp bemessene Frist ist unwirksam. Der Gutschein-Aussteller muss eine Befristung durch besondere Umstände rechtfertigen können. Etwa wenn ein Dienstleister argumentiert, dass durch höhere Kosten, zum Beispiel für Löhne, der Wert der Dienstleistung in den nächsten Jahren steigt. Selbst dann sollte die Frist zum Einlösen aber nicht weniger als ein Jahr betragen. In dem Fall gilt: Schafft der Beschenkte es nicht, den Gutschein in der befristeten Zeit, etwa in einem Jahr, einzulösen, muss der Gutscheinanbieter noch drei Jahre lang den Geldwert zurückzahlen. Abziehen kann er davon eine Summe für den Gewinn, der ihm durch die Nichteinlösung entgangen ist.

Eigentlich selbstverständlich ist außerdem, dass ein Gutschein für eine bestimmte Theatervorstellung verfällt, wenn er nicht in der Spielzeit des Stücks eingelöst wird. Schlechte Karten haben Gutschein-Besitzer, wenn der Aussteller insolvent wird. Ihr Gutschein ist dann praktisch wertlos.

Kein Umtausch gegen Bargeld

In bar auszahlen lassen kann man sich einen Gutschein nicht. Auch wenn Sie sich etwas aussuchen, das weniger kostet als der Gutschein-Wert angibt, ist der Händler nicht verpflichtet, Ihnen für den Restbetrag Bargeld auszuzahlen. Der Restbetrag verfällt aber nicht, sie können ihn im Rahmen der gültigen Frist einlösen. Der Gutschein lässt sich also auch stückeln, falls dies bei der Ware möglich ist. Nur wenn der Gutschein auf ein bestimmtes Produkt ausgestellt ist, und dieses nicht mehr da ist, muss der Aussteller den Gegenwert auszahlen.

Einen Gutschein kann üblicherweise jeder, der ihn vorlegt, einlösen.


Manchmal ist es nicht einfach, das passende Geschenk zu finden. Ein Gutschein kann die Lösung sein.