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Sind Ihre wirklich sicher?


Foto: Gina Sanders / stock.adobe.com
Zugänge zu E-Mail-Accounts, sozialen Netzwerken, Online-Shops oder Home-Banking sind durch Passwörter geschützt. Dass „1234“, „Fritz“ oder „Schnucki83“ nicht sicher sind, ist inzwischen den meisten bekannt. Aber es gibt noch mehr zu beachten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Tag, den 1. Februar, zum „Ändere dein Passwort“-Tag ernannt. Er soll Bürgerinnen und Bürger daran erinnern, ihre Passwörter regelmäßig zu wechseln. Dazu kommt, dass viele immer noch unsichere Passwörter nutzen. Um Ihre persönlichen Daten zu schützen, empfiehlt das BSI Folgendes zu berücksichtigen:

So erschaffen Sie ein
sicheres Passwort:

Ein gutes Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein. Nach Angaben des BSI gilt: Je länger desto besser. Bei Verschlüsselungsverfahren für WLAN wie WPA und QPA2 sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein.

  • Nutzen Sie alle verfügbaren Zeichen, beispielsweise Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und
    Sonderzeichen.
  • Nicht geeignet sind Namen von
    Familienmitgliedern, Haustier, Lieblingsstars, Geburtsdaten, -ort usw. Ebenfalls nicht geeignet sind Ziffernfolgen wie 1,2,3abc oder Tastaturmuster.
  • Auch einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen wie
    ! ? # an den Anfang oder am Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen, ist nicht empfehlenswert.

So gehen Sie sicher damit um:

  • Verwenden Sie für jeden Zugang ein anderes Passwort.
  • Ändern Sie die voreingestellten Passwörter von Softwareprodukten.
  • Geben Sie Passwörter nicht an Dritte weiter und versenden Sie sie nicht per E-Mail.
  • Besonders wichtig ist das Passwort für Ihr privates E-Mail-Konto. Denn mithilfe des Zugangs zu Ihrem E-Mail-Account lassen sich viele
    andere Passwörter in von Ihnen genutzten Online-Diensten zurücksetzen und neu vergeben.
  • Das BSI rät dazu, wichtige Passwörter, wie die zum E-Mail-Konto oder auch zu häufig genutzten Online-Shops regelmäßig, mindestens einmal jährlich, zu ändern.
  • Auf jeden Fall ändern sollte man Passwörter, wenn der Computer mit einem Schadprogramm infiziert wurde oder wenn es einen Hinweis gibt, dass ein Passwort in die Hände von unbefugten Dritten gelangt ist. Beispielsweise, wenn man eine Spam- oder Phishing-Mail bekommt, in der korrekte persönliche Daten genutzt werden.
  • Wenn Sie sich Ihre Passwörter notieren, verwahren Sie sie sicher auf, möglichst nicht in der Nähe Ihres Computers.
  • Wer viele Passwörter verwaltet, kann einen Passwortmanager nutzen. Dann muss man sich nur noch dafür ein starkes Masterpasswort überlegen. Die Stiftung Warentest hat im vergangenen Jahr verschiedene Passwortmanager getestet, nachzulesen unter www.test.de

Zahlen- oder Buchstabenreihen sind schnell gehackt.