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Auf Sicherheit achten

Nicht jeder Shop ist seriös. Informieren Sie sich, wenn Sie Zweifel haben.

Einkaufen im Internet geht relativ schnell und bequem von zuhause aus. Aber man sollte Angebote und Anbieter gründlich prüfen.

VM

Vertrauenswürdige Händler erkennt man an klaren Geschäftsbedingungen (AGB) und einem Impressum, das Name und Anschrift sowie Namen des Geschäftsführers enthält. Auch die Lieferbedingungen und Versandkosten sollte man genau ansehen. Ein Nachteil des Online-Einkaufs: An- und ausprobieren kann man erst, wenn die Ware angekommen ist. Und bei Nicht-Gefallen oder Nicht-Passen muss man sie zurücksenden. Am besten informiert man sich vor dem Kauf, ob und in welchem Fall der Händler Rücksendekosten verlangt. Die kommentarlose Rücksendung genügt nicht für einen wirksamen Widerruf. Käufer müssen innerhalb von 14 Tagen nach Warenerhalt ausdrücklich den Widerruf gegenüber dem Unternehmen erklären. Am besten macht man das per E-Mail, per Fax oder mit dem Muster-Widerrufsformular, das die Händler per E-Mail, auf der Internetseite oder als Vordruck im Paket zur Verfügung stellen müssen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) warnt vor so genannten „Fake-Shops“, die auf den ersten Blick schlecht als Fälschung zu erkennen seien. Teilweise seien sie sogar Kopien von Webseiten tatsächlicher Shops. Als Lockmittel böten sie oft besonders niedrige Preise. Wer Zweifel habe, könne den Namen des Shops in eine Suchmaschine eingeben und sich aus Erfahrungen anderer Kunden ein Bild machen. Auch Bewertungsportale und Händlerbewertungen von Preisvergleichsportalen können einen Eindruck geben.

Wenn es ans Bezahlen geht …
In der Regel bieten Online-Shops unterschiedliche Bezahlmöglichkeiten. Nicht geeignet zum Bezahlen sind Bargeld-Transferservices. Wer ganz sicher gehen will, bezahlt per Rechnung. Die Bezahlung per Bankeinzug, Kreditkarte oder Online-Bezahldienst, wie etwa PayPal, gilt zwar als relativ sicher, aber man sollte auf jeden Fall die Buchungen auf seinem Konto regelmäßig kontrollieren. Entdecken Sie eine unberechtigte Abbuchung, können Sie bei Ihrer Bank Widerspruch einlegen und Ihr Geld zurückbuchen lassen, so ein Hinweis des BSI. Außerdem: Geben Sie niemals eine TAN- oder PIN-Nummer bei der Übermittlung von Bankdaten an. Seriöse Online-Händler werden Sie niemals nach diesen Daten fragen.

Ganz wichtig, wie generell beim Online-Shopping:

· Persönliche Daten nur eingeben, wenn eine verschlüsselte Verbindung möglich ist, zu sehen an einem kleinen Schloss-Symbol und dem Kürzel https:// in der Adresszeile!

· Am Computer aktuelle Browserversionen, stets aktualisierte Programme, Firewall und Virenschutz verwenden – und natürlich auch sichere Passwörter.

· Reagieren Sie nicht auf so genannte „Pishing Mails“, bei denen Sie aufgefordert werden, Passwörter oder Kreditkarteninformationen per Mail zu senden oder über einen Link oder ein Formular einzugeben.

· Um keine Spähprogramme, so genannte „Trojanische Pferde“, auf Ihren Computer zu laden, sollten Sie keine Anhänge von E-Mails öffnen, deren Absender möglicherweise nicht seriös sind.

Wer dennoch Opfer eines Betrugs beim Online-Kauf geworden ist, sollte sich umgehend an seine Bank wenden, um die Zahlung rückgängig zu machen, und außerdem bei der Polizei Anzeige erstatten.