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Auch im Netz ist nicht alles erlaubt

Foto: armada1985 - Fotolia.com
Dass man nicht unbedacht alles bei Facebook, Google+ oder Instagram posten sollte, hat sich herumgesprochen. Fotos anderer Personen darf man sowieso nicht ohne deren Zustimmung veröffentlichen – auf jeden Fall, wenn diese das Hauptmotiv des Bildes sind. Aber auch bei persönlichen Äußerungen ist nicht alles erlaubt.

VM

Einige Unternehmen haben für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so genannte Social-Media-Guidelines erstellt, die Richtlinien für korrektes Verhalten in Sozialen Netzwerken angeben. Mitarbeiter aller Unternehmen sollten, auch wenn sie privat im Internet kommunizieren, grundlegende Dinge beachten. Einiges hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) in seinem Leitfaden Social Media im Kapitel Social Media Guidelines festgehalten. Hier sind die für Mitarbeiter relevanten Punkte:

  • Egal ob beruflich oder privat:
    Jeder ist für seine Äußerungen im Netz verantwortlich. Er sollte berücksichtigen, dass Inhalte unter Umständen sehr lange im Internet verfügbar sind.
  • Mitarbeiter eines Unternehmens sollten sich stets als solche zu erkennen geben und sich entweder mit ihrem Klarnamen zu Wort melden oder bei Plattformen, bei denen Nicknames üblich sind, ihren Klarnamen und das Unternehmen in jeden Post mit Bezug zur Arbeit aufnehmen. Der Mitarbeiter sollte durch die Ich-Form deutlich machen, dass er nur für sich und nicht für das
    Unternehmen spricht.
  • Jeder muss auch im Internet gesetzliche Vorgaben wie zum Beispiel
    Datenschutz, Urheber- und Markenrecht einhalten.
  • Auch im Internet sind die Mitarbeiter eines Unternehmens angehalten, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zu wahren. Eine Verschwiegenheitspflicht besteht immer dann, wenn von einem berechtigten betrieblichen Interesse des Arbeitgebers an der Geheimhaltung ausgegangen werden kann.
  • Rechtlich unzulässig sind vorsätzlich geschäfts- oder rufschädigende
    Äußerungen, Drohungen und
    Beleidigungen, falsche Tatsachenbehauptungen und Äußerungen, die den Betriebsfrieden ernstlich gefährden und die weitere Zusammenarbeit mit Arbeitgeber und Kollegen unzumutbar machen.
  • Mitarbeiter sollten sich immer deutlich machen, dass Kritik am Unternehmen dem Geschäftserfolg schaden kann – und damit auch ihnen selber. Das betrifft auch Äußerungen über Partner und Kunden des Unternehmens, auch sie sind die Basis des Unternehmenserfolgs.
  • Jeder sollte die Regeln des Anstands in sozialen Medien befolgen und sich gegenüber anderen Personen respektvoll verhalten.

(Quelle:https://www.bitkom.org/
Bitkom/Publikationen/Leitfaden-Social-Media.html)


Gesetzliche Vorgaben gelten auch im Internet.