Archiv Papiertechnik

Umweltprojekt in Bayern zum Thema Altpapier

Anfang Februar trafen sich in Augsburg zum ersten Mal die Teilnehmer des Projekts „Optimierung und Sicherung von Altpapierkreisläufen“. Ziel des Projektes ist es, Bedrohungen für den Einsatz von Altpapier und altpapierbasierten Produkten aufzuzeigen und abzuwenden sowie Optimierungspotentiale zu erarbeiten. Dabei sollen einerseits quantitative Aspekte berücksichtigt werden, wie die Verfügbarkeit des Rohstoffs zum Beispiel vor dem Hintergrund rechtlicher Veränderungen in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft oder der international steigenden Nachfrage nach Altpapier. Andererseits wird untersucht, welche Auswirkungen veränderte Altpapierqualitäten und höhere Qualitätsanforderungen der Kunden für die Einsatzmöglichkeiten von altpapierbasierten Verpackungen haben.

Einbezogen sind Experten aller Akteure längs der Wertschöpfungskette – vom Altpapiersammler und -sortierer über die Papiererzeugung, die Papierverarbeitung bis hin zum Nutzer von Papierprodukten. In mehreren Workshops sammeln sie Einschätzungen zu den genannten Fragestellungen und arbeiten Kooperations- und Optimierungsansätze aus.

Das auf 18 Monate angelegte Projekt im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums steht unter Leitung des bifa Umweltinstituts. Einbezogen sind die Papiertechnische Stiftung (PTS), die Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung, die VDP-Fachgruppe Maschinenkarton sowie die Internationale Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik (INGEDE). Die Bayerischen Papierverbände unterstützen das Projekt und begleiten die Untersuchungen.