Archiv Papiertechnik

Seit über 30 Jahren im Einsatz

Querprofilschwankungen in der Papier- oder Kartonbahn sind dem Papiermacher ein Dorn im Auge. Um eine gleichmäßig hohe Qualität der weiterzuverarbeitenden beziehungsweise verkaufsfähigen Papiersorten zu gewährleisten, müssen diese Schwankungen so gering wie möglich gehalten werden.

Aufgrund steigender Anforderungen der Weiterverarbeiter gewinnt die Korrektur der Dickenschwankungen quer zur Laufrichtung somit immer mehr an Bedeutung.

Ein konstant einwandfreies Produktionsergebnis ist Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit am internationalen Markt. Um zielgerichtet zu profilieren und die Oberfläche zu vergleichmäßigen, bietet Voith in einer großen Leistungsbreite eine Palette von Werkzeugen an. Dazu gehören die Profilierungswalzen, insbesondere die Nipco-Walze. 1971 entstand die Grundidee der heutigen Nipco-Technologie. Schon drei Jahre später arbeitete die erste Nipco-Walze in der Pressenpartie einer Papiermaschine. Es begann die Erfolgsgeschichte der Nipco-Walze, die vom Papiermacher oft als das „Herzstück“ der Press- und Glätttechnologie bezeichnet wird. Tausende von Nipco-Walzen sind inzwischen im Einsatz. Dabei geht das Einsatzgebiet der Nipco-Technologie weit über den Sektor der Papierherstellung hinaus.

Maßgeschneiderte Lösungskonzepte für den Betreiber stehen im Vordergrund. Modernisierungen der vorhandenen Nipco-Technik bieten mit neuester Technologie und verbesserten Einstellungen eine Vielzahl von Produktvorteilen, um bestehende Nipco-Anlagen effizient umzurüsten. NipcoScoop, NipcoSeal und NipcoCool sind drei von zahlreichen Upgrademöglichkeiten.

Nipcorect-Walze
Ein Beispiel für die ständige Weiterentwicklung und die daraus resultierenden Modernisierungen ist die Hydrein-Walze in einem Softkalander aus dem Jahr 1989. Um mit den geforderten Technologieverbesserungen Schritt halten zu können, wurde sie 1995 zur ersten Nipcorect-Walze umgebaut. Seitdem bieten Nipcorect-Walzen dem Betreiber ein enormes Korrekturpotenzial bei der Querprofilierung der Papierbahn, da sich die Stützquellen bei diesem Walzentyp einzeln ansteuern lassen. So ist eine noch präzisere Feinprofilierung möglich.

Im Jahr 2007 wurden die auf Nipcorect umgebauten Walzen erneut modernisiert und den aktuellen Entwicklungen angepasst. Der Grund hierfür sind bestimmte Papiersorten mit großem Altpapieranteil, die im unteren Linienkraftbereich gefahren werden. Damit trotzdem ein hohes Profilierungspotenzial gewährleistet werden kann, folgte der Umbau auf Gegenstützquellen. Die Gegenstützquellen leiten eine gleichmäßige, dem Arbeitsnip entgegengesetzte Kraft ein. Um nun die gewünschte niedrige Streckenlast zu erzielen, werden die Stützquellen in Niprichtung mit ungleich größeren Drücken als die konventionell bestückten Nipcowalzen versorgt.

Das entsprechende Zusammenspiel der beiden Stützquellenreihen hat zur Folge, dass das Korrekturpotential zwischen den einzelnen Zonen auch bei niedrigen Streckenlasten immer verfügbar ist.

Getreu dem Motto „Engineered reliability“ ermöglichen die Biegeausgleichswalzen von Voith durch Korrektur der Querprofilschwankungen eine gleichmäßigere und damit höherwertigere Papier- oder Kartonproduktion und leisten somit einen entscheidenden und verlässlichen Beitrag zur Produktivität und Leistungsfähigkeit des Anlagenbetreibers.

Nachdruck aus twogether Nr. 26, mit freundlicher Genehmigung von Voith Paper.

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