Archiv Papiertechnik

Ohne Titel

222 Lottospieler hatten im Januar 1988 diese Zahlen-Kombination angekreuzt – und mussten sich den Hauptgewinn teilen.

Gunnar von der Geest

Sechs Kreuze auf einem Stück Papier können das Leben verändern. Etwa 16,6 Millionen Spielscheine werden vom Deutschen Lotto- und Totoblock Woche für Woche verarbeitet. Vor 60 Jahren feierte „6 aus 49“ Premiere. Am 9. Oktober 1955 zog das Hamburger Waisenmädchen Elvira Hahn (13) unter notarieller Aufsicht sechs Zahlen. Gleich die erste sorgte für Aufsehen, denn es war die vermeintliche Unglückszahl 13. Bis heute fiel sie übrigens am seltensten – weniger als 600 Mal. Auf Platz 1 liegt Nummer 43: Mehr als 700 Mal wurde diese Kugel vom Gerät „ausgespuckt“.

Der erste Lotto-Millionär wurde am 2. September 1956 gekürt. Er gewann exakt 1 043 364,50 DM. Den mit 45 382 458 Euro größten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte teilten sich am 5. Dezember 2007 drei Spieler aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.

Die Wahrscheinlichkeit, „6 Richtige“ plus Superzahl zu treffen, liegt bei 1:139 838 160.

Auch ohne Superzahl ist die Gewinnchance lediglich 1:15 537 573.

Von den Spieleinsätzen behält übrigens der Staat 23 Prozent als Konzessionsabgabe. Diesen Betrag muss er für gesetzlich festgelegte Zwecke ausgeben, zum Beispiel Sportförderung und Jugendprojekte.