„Intelligente“ Papierproduktion - papierundtechnik.de

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„Intelligente“ Papierproduktion

Die von Experten bereits als „vierte industrielle Revolution“ bezeichnete totale Digitalisierung der Produktion hält mittlerweile auch in Österreich Einzug. Röchling Leripa Papertech – Innovationsführer bei Verschleißteilen aus Kunststoff für die Papiermaschine – nahm das zukunftsweisende Thema Industrie 4.0 auf und entwickelte eine neue „smarte“ Produktlinie mit dem Namen „Robasmart“.

Den geläufigen Begriff „smart“ kennt die Mehrheit der Bevölkerung bereits von Mobiltelefonen (Smartphone) und Haustechniksystemen (Smart-Living).

Doch auch die Arbeitswelt der Zukunft wird in Österreich beziehungsweise weltweit von der totalen Digitalisierung der Produktion bestimmt werden.

„Smarte“ Maschinen, die mit Prozessoren, Sensoren und Funkverbindungen ausgestattet sind und somit selbständig miteinander kommunizieren können, unterstützen künftig die Produktion und Fertigung. Sie organisieren sich eigenständig und optimieren die Abläufe und die Herstellung der Produkte. So werden Lager- und Produktionsstände durch die smarte Technologie überprüft und die Fertigungsmaschinen bestellen selbständig nach und rüsten um. Außerdem kann auf Störungen oder Ausfälle rasch, flexibel und autark reagiert werden.

Verschleißteile mit Funk und
Sensoren ausgestattet

Auch Robasmart funktioniert nach dem „smarten“ Prinzip. Aus den mit Funk und Sensoren ausgestatteten smarten Verschleißteilen werden einzelne Werte abgelesen und an den Steuerstand der Papiermaschine weitergegeben. Anfallende Korrekturen können dann mit dem Smart-System manuell oder vollautomatisch durchgeführt werden. Die einzelnen Komponenten der Papiermaschine können separat aufgerüstet und auch jederzeit nachgerüstet werden.

Röchling Leripa verfügt über ein hauseigenes Kompetenzzentrum mit Versuchsaggregaten, damit die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung unmittelbar und praxisnah unter realistischen Bedingungen erprobt werden können.

Längere Produktionszeiten

Abgesehen von der Bedienerfreundlichkeit des Systems spielen vor allem die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der smarten Produkte eine wesentliche Rolle. Vorbeugende Instandhaltungen sind nicht mehr notwendig, da durch entsprechende Melde- und Warnsysteme nur mehr nach Bedarf gehandelt werden muss, was wiederum für längere Produktionszeiten sorgt. Die Verschleißteile werden dann gewechselt, wenn es notwendig ist, Instandsetzungsintervalle werden genau gesteuert und die Auftragsplanung wird dadurch verbessert. Die smarten Produkte können als Entscheidungshilfe herangezogen werden und wirken sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit des gesamten Produktionsprozesses aus. Darüber hinaus tragen sie wesentlich zur Steigerung der Papierqualität bei und reduzieren signifikant den Verbrauch von Wasser, Energie und Fasern.

Den Anfang machen die beiden Produktschienen Smarttable und Smartroll. Im Bereich der Siebpartie werden unter anderem Entwässerungselemente digitalisiert, die horizontal und vertikal verstellbar sind. Dadurch wird eine individuelle und qualitativ noch bessere Produktion einzelner Papiersorten, im Speziellen im sensitiven Bereich nach dem Stoffauflauf, ermöglicht (Smart-Table). In der Pressenpartie werden Dichtleisten mit Sensoren ausgestattet, welche zum Beispiel Temperatur, Verschleiß und Wasserverbrauch messen. Diese kommunizieren miteinander und können dadurch den Prozess optimieren, visualisieren und zusätzlich den Rohstoffverbrauch deutlich reduzieren (Smartroll). Alle Informationen zur neuen smarten Produktlinie finden Sie auf www.robasmart.com


Aus den mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestatteten Verschleißteilen werden relevante Werte ausgelesen und an den Steuerstand der Papiermaschine weitergegeben. Maschineneinstellungen können dann mittels Robasmart manuell oder vollautomatisch angepasst und optimiert werden.