Archiv Papiertechnik

Erfahrene Sänger

Der Chor sorgt bei verschiedenen Anlässen für die festliche Note: hier bei der diesjährigen Ehrung der Arbeitsjubilare.

Mamama, momomo, mimimi, Mandarine, Pampelmuse – erschallt es in einem kleinen Raum bei Stora Enso Maxau. Die Mitglieder des Werkschors lockern zu Beginn der wöchentlichen Chorprobe ihre Stimmbänder.

VM

Jeden Mittwoch um Viertel nach zwei treffen sich hier die zwanzig Sänger und ihre Chorleiterin. Nach dem Einsingen üben sie vollständige Lieder ein. Zum Beispiel „Griechischer Wein“, „Rote Lippen sollst Du küssen“ oder das Spiritual „Amen“. Chorleiterin Sabine Deutsch begleitet am Synthesizer, singt mit, gibt Einsätze und den Rhythmus vor und lässt Passagen wiederholen. „Da sind wir unsicher“, sagt sie oder: „Bitte das A auf Amen länger anhalten“. Die Chormitglieder sind erfahrene Sänger, die zum Teil in mehreren Chören singen. Jedes Jahr üben sie ein komplett neues Repertoire von acht bis neun Liedern ein. Dazu gehören neben Schlagern auch Volks- oder Kunstlieder zum Beispiel von Franz Schubert. Fünf erste und fünf zweite Tenöre, vier erste und sechs zweite Bässe decken alle erforderlichen Stimmlagen ab. „Wir sind sehr konzentriert und lernen schnell“, sagt Kurt Hellmann. Er singt seit 35 Jahren im Chor. Als Vorstand ist er außerdem für die Organisation zuständig, macht Termine aus oder beantwortet Einladungen, etwa zu Sängerfesten.

Der Werkschor wurde 1953 gegründet, noch in der damaligen Ettlingen-Maxau Papier- und Zellstoffwerke AG. Ebenso wie Kurt Hellmann sind viele der Sänger nicht mehr im Berufsleben aktiv. Das Singen macht ihnen aber weiterhin Spaß. Sie sind dankbar für die Unterstützung durch die Unternehmensleitung und treten gerne bei festlichen Anlässen im Werk auf. Wie bei der Verabschiedung des ehemaligen Geschäftsführers Heikki Tarvonen, für die sie extra ein finnisches Stück einübten: die Finnlandia von Jean Sibelius.

Eine besondere Überraschung hatte der Chor für die Jubilarfeier im November eingeplant: Als Gast und Solistin sang Kurt Hellmanns 19-jährige Enkelin. Bei den Geehrten war auch ihr Vater, Kurt Hellmanns Sohn, der für 25-jährige Werkszugehörigkeit ausgezeichnet wurde. Und obwohl er selbst im Chor mitsingt, erfuhr er vorher nichts vom Auftritt seiner Tochter.