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Der Code auf dieser Werbung führt zu weiteren Informationen.

Manchen ist er vielleicht schon aufgefallen: Ein 2D-Code auf Zeitungsseiten oder Anzeigen. Wird er mit einem internetfähigen Handy gescannt, leitet er ins Internet, wo man weitere Informationen per Text oder Video erhält.

Die gedruckte Zeitung oder Zeitschrift hat viele Vorteile gegenüber dem Internet. Man hat sie direkt vor sich und kann sie überall lesen. Die Informationen wurden vorsortiert und der Leser wird punktgenau mit Nachrichten, gründlich recherchierten Hintergrundartikeln und Kommentaren versorgt. Der starke Inhalt ist das einschlägigste Argument für dieses Medium, das – in den meisten Fällen – für Qualität steht. Im Internet findet sich dagegen eine schier unerschöpflich große Datenmenge. Nicht umsonst gehört google zu den am häufigsten aufgerufenen Adressen im Netz. Und trotz Suchmaschine hat mancher schon viel Zeit im Netz „vertrödelt“. Allerdings: Neben Text gibt es hier auch Musik und Videos oder die Möglichkeit zu direkter Kommunikation in Foren und Blogs.

Die Technik des so genannten Mobile Tagging mithilfe eines Codes verbindet gedruckte und elektronische Medien. In Japan schon vor einigen Jahren weit verbreitet, nutzen eine Reihe von Unternehmen sie auch in Deutschland. Ein quadratischer, einige Zentimeter großer 2D-Code, bei dem im Gegensatz zu den eindimensionalen Strichcodes die Daten in Form einer Fläche über zwei Dimensionen codiert sind, steht zum Beispiel unter einem Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel, auf einer Anzeige, einem Plakat oder einer Verpackung. So bei der „Gazetta dello sport“, Italiens großer Sportzeitung, der deut- schen Tageszeitung „Welt kompakt“, oder auch auf Verpackungen der Tiefkühlmarke Frosta. Was hat es damit auf sich? Fotografiert man den Code mit einem internetfähigen Handy, so wird man direkt ins Internet geleitet. Nötig ist nur eine Readersoftware, die kostenlos erhältlich und in manchen Handys schon vorinstalliert ist, wie der Anbieter, das Unternehmen Tagnition aus Alzenau, erklärt. Die Software ermöglicht es, die Codes zu scannen und in ihnen gespeicherte Informationen zu entschlüsseln. Das ist schneller als eine Internetadresse einzugeben und es geht, sofern man Internet-Zugang hat, auch von unterwegs aus. Der Code führt zu weiteren Informationen, Videos, Musik oder auch zu Leser-Foren. Der Inhalt des Codes kann jederzeit geändert werden, gerade für Wochenzeitungen oder Zeitschriften also eine Chance zu größerer Aktualität. Wer den Code auf Gemüsepackungen von Frosta einscannt, bekommt Rezeptvorschläge und kann dann gleich im Laden alle benötigten Zutaten einkaufen.

Die Online-Zugriffe geben natürlich, wie immer im Internet, auch Auskunft über das Nutzerverhalten und lassen sich deshalb für gezieltes Marketing nutzen. Das heißt, was und wie oft etwas angeklickt wurde, zeigt, auf welches Interesse das Thema stößt. VM