Wichtige Hinweise von Mitarbeitern - papierundtechnik.de

Archiv Im Blickpunkt

Wichtige Hinweise von Mitarbeitern

Der effiziente Umgang mit Energie und Ressourcen ist für den Hygienepapierhersteller Essity von großer Bedeutung. Viele Hinweise zu Einsparpotenzialen kommen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Esave lautet der Name des Prozesses, der die Verbesserung der Energieeffizienz bei Essity vorantreibt. Dazu gehören verschiedene Programme und Trainings sowie Investitionen in energieeffiziente technische Lösungen. Und natürlich sind die Beschäftigten in die
täglichen Verbesserungs-Bemühungen einbezogen.

Zwischen den Jahren 2003 und 2017 hat das Unternehmen alleine an seinen deutschen Standorten 1100 Energiesparprojekte umgesetzt. Beispielsweise werden im Werk Neuss seit dem Jahr 2014 sämtliche Heiz- und Sanitäranlagen mit der Abwärme aus der Papierproduktion betrieben. Der dadurch mögliche Verzicht auf fossile Brennstoffe erspart der Umwelt jährlich 1.275 Tonnen Kohlendioxid und hat den Gesamtenergieverbrauch des Werkes um zwei Prozent gegenüber 2011 gesenkt.

Auch einfache Maßnahmen gehörten und gehören heute noch zu Esave. So prüfen Mitarbeiter regelmäßig den Druckluftkreislauf der Werke auf Leckagen. Denn bereits ein Loch von fünf Millimetern Durchmesser in einer Rohrleitung kann unnötige Stromkosten im fünfstelligen Eurobereich verursachen.

Bei jeder technischen Verbesserung, Modernisierung oder Neuinvestition wird das Thema Energie automatisch mitgedacht. Zehn Millionen Euro investierte Essity zum Beispiel erst kürzlich in das Upgrade für den Biokessel, Kessel 10, im Mannheimer Werk.

Sein Wirkungsgrad konnte so um zehn Prozent erhöht werden, das heißt bei gleicher Menge Brennstoff wird mehr Dampf erzeugt. Zudem wird ein Rückgang des CO2-Ausstoßes um 20.000 Tonnen im Jahr erwartet. Insgesamt ist im Werk Mannheim der spezifische Energieverbrauch zwischen 2007 und 2017 pro produzierter Tonne um 17,7 Prozent reduziert worden.

Der CO2-Ausstoß des Werkes ist im gleichen Zeitraum um 18,9 Prozent gesunken.

Inzwischen ist das Esave-Programm zu Mesave erweitert worden. Zusätzlich zur Energie soll auch Material eingespart werden. Auch hier sensibilisiert Essity seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Nachhaltigkeit und ermutigt sie, gemeinsam mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren. Die Ergebnisse werden in einer Verbesserungsdatenbank gesammelt und anschließend von Gutachtern auf Machbarkeit geprüft. So kamen allein in Mannheim in den Jahren 2016 und 2017 für beide Bereiche über 80 Projekte zusammen. Gute Ideen, die am Ende auch umgesetzt werden, belohnt Essity mit einer Prämie. VM


Hier demonstriert Uwe Rothermel, Betriebsleiter Werksversorgung und Manager ESAVE Essity beim Mesave-Tag im Mannheimer Werk, wie man Leckagen prüft.