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Vielseitig ausgebildet

Laura Hinkel schließt zurzeit ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei Metsä Tissue in Stotzheim ab. Sie ist mit ihrer Berufsentscheidung sehr zufrieden. Ihre persönlichen Interessen und Stärken kann sie gut einbringen.

VM

Eigentlich wollte Laura im sozialen Bereich arbeiten. Da sie nach dem Abitur im G8-Zug des Gymnasiums noch relativ jung und sich bei der Entscheidung über die zukünftige Berufswahl noch nicht vollständig sicher war, machte sie dann erstmal ein soziales Jahr. Ihre Aufgaben währenddessen waren unter anderem die Nachmittagsbetreuung von Schülern. „Es war nicht immer einfach, aber sehr interessant und hat auch Spaß gemacht“, sagt sie über die Zeit. Trotzdem stellte sie bald fest, „es ist nichts auf Dauer“. Als sie bei der Agentur, die das soziale Jahr organisierte, im Büro aushalf, gefiel ihr die Arbeit dort so gut, dass sie wusste, was sie in Zukunft machen wollte.

Und so lernte sie nach dem sozialen Jahr ein Jahr an der höheren Handelsschule kaufmännische Grundlagen und bewarb sich dann für eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Metsä Tissue im Werk Kreuzau.

Aufgrund ihrer Vorkenntnisse wurde die Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzt. Bei Metsä Tissue lernen die Auszubildenden alle Abteilungen kennen, und so war Laura unter anderem im Materialmanagement, in der Qualitätssicherung, im Einkauf, in der Buchhaltung und im Produktmanagement. In Letzterem pflegen die Mitarbeiter Produktdaten, wie Designs und Stücklisten und stehen in Verbindung zum Designprozess der Hygienepapiere.

Auch als Auszubildende hatte Laura die Möglichkeit, am Designprozess mitzuwirken – sie sammelte Ideen, suchte Bilder und fertigte kleine Zeichnungen an. „Einer meiner Vorschläge ist sogar angenommen worden“, berichtet sie. Zum Ende ihrer Ausbildungszeit ist sie nun längere Zeit in der Personalabteilung im Werk Stotzheim eingesetzt. Dort möchte Laura auch nach ihrer Abschlussprüfung im Januar 2018 bleiben.

Ihre Stärken

Sie ist kommunikativ und hat gerne mit Menschen zu tun. Diese Fähigkeit kann sie im Bereich Personal gut gebrauchen, da sie dort Kontakt zu eigentlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Werks sowie zu externen Ansprechpartnern, wie beispielsweise Krankenkassen, hat. Außerdem arbeitet sie gerne kreativ, was sie auch in ihre Abschlussarbeit, die sie in der Abteilung Personal durchführt, einbringt. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsprinzipien des Forstwirtschaftskonzerns Metsä Group allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der deutschen Werke nahezubringen. Dafür wird sie diese zusammenfassen und ein Plakat und einen Flyer gestalten, den sie an alle Mitarbeiter verteilen wird. Danach wird sie eine Umfrage mit Gewinnspiel zu den Inhalten des Flyers durchführen und die Ergebnisse auswerten. Anhand einer PowerPoint-Präsentation wird sie anschließend ihr Projekt dem Prüfungsausschuss präsentieren.

Während der Ausbildung zur Industriekauffrau hat sie neben Deutsch, Englisch, Politik/Religion und Datenverarbeitung die drei Hauptfächer Geschäftsprozesse, Wirtschafts- und Sozialprozesse sowie Steuerung und Kontrolle, worunter die kaufmännische Buchführung fällt.

Zu ihren täglichen Aufgaben im Betrieb gehört es, Daten in SAP einzupflegen. Der Umgang mit Excel, Word und Outlook ist selbstverständlich. Im Bereich Personal kümmert Laura sich etwa um die Pflege von Stempelzeiten in der Zeiterfassung. Außerdem pflegt sie Personalstammdaten, bearbeitet Rechnungen, erstellt Arbeitsverträge und betreut den Bewerbungsprozess neuer Auszubildender.

„Man lernt Dinge, die man immer gebrauchen kann“, meint die angehende Industriekauffrau. Und: „Es ist ein vielseitiger Beruf, man kann nach der Ausbildung in vielen Bereichen arbeiten.“


Laura Hinkel im Verwaltungsgebäude von Metsä Tissue Stotzheim.