Archiv Im Blickpunkt

Viele begeisterte Besucher

Über 4.500 Menschen kamen zum Tag der offenen Tür, mit dem LEIPA am 15. Juni das 60-jährige Bestehen des Standortes Schwedt feierte. Am gesamten Tag bestand die Möglichkeit, sich die größten und modernsten Maschinen in Schwedt und der Uckermark anzusehen und Bereiche zu betreten, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.

Nicht nur auf dem Rundgang selbst, auch im LEIPA Showroom und Festbereich stellten die begeisterten Besucher viele Fragen zur LEIPA – und bekamen sie beantwortet: ob zur Geschichte, zu den Produkten oder LEIPA als Arbeitgeber. Auch die Hüpfburgen und weiteren Freizeitmöglichkeiten wie Air-Hockey wurden bestens angenommen.

Das Programm bot damit viel Abwechslung für Groß und Klein. Zahlreiche
Bewerbungen wurden noch direkt vor Ort ausgefüllt, um Teil der LEIPA Familie zu werden. Eines der vielleicht schönsten Zitate in diesem Zusammenhang: „Noch nie war LEIPA so viel Familie wie heute.“ Viele fleißige Helfer machten den Tag zu einem großen Erfolg.

„60 Jahre Papier aus Schwedt – das bedeutet 60 Jahre voller Engagement und Herzblut seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und seit 1992 auch der Eigentümerfamilie“, hieß es von Unternehmensseite bei der Einladung zum Tag der offenen Tür.

Mehr als eine Milliarde Euro hat die Eigentümerfamilie der LEIPA seit Übernahme des ehemaligen Volkseigenen Betriebes (VEB) von der Treuhand im Jahr 1992 in Schwedt investiert.

Heute machen 1,2 Millionen Tonnen Produktionskapazität, ein Geschäftsvolumen von rund 600 Millionen Euro und 1.000 hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Papierstandort Schwedt zu einem der größten und modernsten in ganz Europa.

Vor 60 Jahren, am 17. Juli 1959, war in Schwedt der Grundstein für die modernste und leistungsfähigste Papierfabrik der DDR gelegt worden: die VEB Papier- und Kartonwerke Schwedt.

Bereits im Oktober 1961 lief die erste Produktionsanlage an, 14 Tage später wurde dann Karton auf der Kartonmaschine 2 produziert. Am 13. Juli 1963 verließ zum ersten Mal Schwedter Zeitungsdruckpapier die Papiermaschine.

In den nachfolgenden Jahren wurde die Papierfabrik Schwedt, einer der größten Industriebetriebe der DDR, sukzessive ausgebaut und immer wieder modernisiert. Das Sortiment umfasste neben den Hauptprodukten Zeitungsdruckpapier und Verpackungskarton auch Gipskarton, Tapeten, Zellstoffwindeln und handgeschöpftes Büttenpapier. Schon damals wurde ein bedeutender Anteil der Produktion exportiert.

Nach der Wende übernahm 1992
Dr. Hubert Schrödinger, Inhaber der Papierfabrik Georg Leinfelder GmbH & Co. mit Stammsitz im bayerischen Schrobenhausen die Papierfabrik in Schwedt. 1999 fusionierten die beiden Betriebe zur LEIPA Georg Leinfelder GmbH.

Mit Investitionen in Maschinen und Technologie sowie die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelte sich der Standort weiter. Im Jahr 2001 wurde aus der KM 3 die PM 3 zur Produktion von Wellpappenrohpapieren auf 100 Prozent Recyclingbasis. Seit dem Jahr 2005 produziert die PM 3 ausschließlich gestrichenen und ungestrichenen White Top Testliner. Die PM 1 wurde zur Herstellung von grafischen Papieren auf 100 Prozent Recyclingbasis umgerüstet. Und im Jahr 2004 wurde die PM 4 fertiggestellt, die immer noch modernste LWC-Papiermaschine Europas.

2016 beschloss LEIPA die Übernahme der UPM Papierfabrik Schwedt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten ein Fortbeschäftigungsangebot von LEIPA. Die PM 11, auf der bisher Zeitungsdruckpapier produziert worden war, wurde erfolgreich zur heutigen
PM 5 umgebaut. Sie verfügt über eine Produktionskapazität von 450.000 Tonnen ungestrichenem White Top Testliner.

In der LEIPA Unternehmensgruppe erwirtschaften heute 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich 850 Millionen Euro. Fast 1,5 Million Tonnen Altpapier werden dabei in neue hochwertige Produkte verwandelt. ■