Archiv Im Blickpunkt

Produktion blieb stabil

Die deutsche Papierindustrie hat im vergangenen Jahr ihre Produktion mit 22,6 Millionen Tonnen stabil gehalten. Mit ihren modernen Standorten bleibt sie weiter die Nr. 1 in Europa. Die Entwicklung im Einzelnen erläuterte der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) bei einer Pressekonferenz.

Gregor Andreas Geiger,Verband Deutscher Papierfabriken

Bei leichten Verlusten im Bereich der grafischen Papiere verzeichnete die Branche über alle Sorten ein Produktionsplus von 0,3 Prozent, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher
Papierfabriken (VDP), Moritz J. Weig, auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes.

Motor der Branche war im vergangenen Jahr der Auslandsabsatz. Er legte um 1,2 Prozent zu, während der Inlandsabsatz nur ein Plus von 0,6 Prozent aufwies. Der Umsatz stieg im Jahr 2015 um 0,9 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro.

Grafische Papiere: besser als
gesamteuropäische Entwicklung

Der Abwärtstrend bei den grafischen Papieren hat sich mit einem Produktionsminus von 0,6 Prozent fortgesetzt, führte der VDP-Präsident aus. Dies sei
jedoch deutlich besser als die mit minus 4,4 Prozent negative gesamteuropäische Entwicklung. Deutlich werde das zum Beispiel bei der Produktion von Zeitungsdruckpapieren, die in Deutschland um 2,1 Prozent zulegte, in Europa hingegen um rund 7,4 Prozent zurückging. Deutschland profitiere im Wettbewerb von seinen hochmodernen Produktionsstandorten, die zunehmend die Versorgung in Europa übernähmen.

Verpackungs- und
Hygienepapiere mit Wachstum

Positiv, so Weig in seiner Jahresbilanz, sei weiter das Produktionswachstum bei Verpackungspapieren und -kartons um 1,2 Prozent sowie bei den Hygienepapieren um 1,5 Prozent. An Spezialpapieren – der kleinsten und heterogensten Sortengruppe – wurden im vergangenen Jahr 3,4 Prozent weniger produziert. Hier fiel vor allem der Produktionsrückgang von Tapetenrohpapieren (minus 11 Prozent) ins Gewicht. Die Zahl der Mitarbeiter stieg leicht von 40.100 im Jahr 2014 auf 40.600 im Jahr 2015.


Die produzierte Menge blieb über alle Sorten stabil. Das lag auch an gestiegenem Absatz ins Ausland.