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Papierproduktion blieb 2013 stabil

Bei der Pressekonferenz: (v.r.n.l.) VDP-Präsident Moritz J. Weig, VDP-Vizepräsident Dr. Christopher Grünewald, VAP-Hauptgeschäftsführer Stephan Meißner und VDP-Geschäftsführer Dr. Reinhard Thiel.

Die deutsche Papierindustrie hat im vergangenen Jahr ihre Produktion insgesamt weitgehend stabil gehalten. Einer anhaltenden Schwäche bei den grafischen Papieren stand dabei ein Wachstum der anderen Sorten gegenüber.

Gregor Andreas Geiger

„Mengenmäßig ist die Branche im vergangenen Jahr stabil geblieben. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Sortenbereichen haben sich aber weiter vergrößert“, erläuterte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP), Moritz J. Weig, auf der Jahrespressekonferenz seines Verbandes am 25. Februar 2014. Insgesamt produzierte die Branche im Jahr 2013 mit 22,4 Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Rückgang bei den grafischen Papieren hielt dabei an. In diesem Bereich ging die Produktion um 5,4 Prozent zurück. Verpackungspapiere und -kartons (2,4 Prozent), Hygiene- (4,1 Prozent ) und Spezialpapiere (ein Prozent ) legten jedoch zu.

Der Umsatz der deutschen Papierindustrie war im Jahr 2013 mit einem Minus von 2,3 Prozent rückläufig. Er lag bei 14,3 Milliarden Euro. Die Ertragslage hat sich wieder verschlechtert und liegt nach Weigs Worten unter dem für eine kapitalintensive Industrie notwendigen Niveau.

Angesichts eines erneuten Umsatzrückgangs und unzureichender Betriebsergebnisse fürchtet die Papierindustrie mögliche Zusatzbelastungen aus der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

So sei noch immer nicht geklärt, inwieweit energieintensive Branchen wie die Papierindustrie weiter über die Besondere Ausgleichsregelung von der EEG-Umlage befreit werden. „Dieser Punkt ist für unsere Unternehmen überlebensnotwendig“, sagte Weig.

Schwer getroffen würde die Branche durch die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigte Einbeziehung der Eigenstromerzeugung in die EEG-Umlage. Allein hier würde die deutsche Papierindustrie mit ihren Bestandsanlagen mit 80 Millionen Euro im Jahr belastet.