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Papier kann mehr

Mit einer breit angelegten Social-Media-Kampagne will der Verband der Deutschen Papierindustrie (VDP) das Image von Papier heben. Sie wird mit verschiedenen Ansätzen Interesse für das Produkt wecken und davon überzeugen, dass Papier und Karton als nachhaltiges Produkt ohne schlechtes Gewissen gebraucht werden kann.

Gregor Andreas GeigerVerband Deutscher Papierfabriken (VDP)

Papier ist Kulturgut, täglicher Helfer in Hygiene und Haushalt, schützt wertvolle Waren und macht unser tägliches Leben einfacher. Viele Verbraucher verspüren jedoch ein leichtes Unwohlsein beim bewussten oder unbewussten Papiergebrauch. „Verpackungsmüll vermeiden“, „nicht besser als die Plastiktüte“, aus „Umweltgründen“ auf E-Mail-Rechnungen umsteigen, „keine Werbepost“ lauten die Schlagwörter, die auf die Konsumenten eintrommeln. Der Gang zur Papiertonne ist für viele selbstverständlich, reicht oft aber nicht für ein wirklich gutes Gewissen. Nun soll eine breit angelegte Social Media Kampagne ansetzen, mit der der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) ab Winter das Image von Papier heben und Wissen über die Fakten des Papierkreislaufs unter die Verbraucher bringen will.

Argumente an die Hand geben

„Wir setzen auf die große Gruppe der sogenannten Nachhaltigkeitsopportunisten“, erklärt der Geschäftsführer der mit der Umsetzung der Kampagne beauftragten Kommunikationsagentur fischerAppelt, Johannes Buzási. Das sind die Menschen, die Nachhaltigkeit dann in ihren Konsum einbauen, wenn es sich ohne große Probleme in ihren Tagesablauf einbauen lässt. Sie sollen über die Kampagne bestätigt werden, dass Papier und Karton als nachhaltiges Produkt ohne schlechtes Gewissen gebraucht werden kann. Denn oft fehlen ihnen die richtigen Argumente gegen die Konsumkritik.

Geschichten statt Lehrbuch

Die Kampagne soll unter dem Motto „Papier kann mehr“ über Twitter, Instagram, Facebook und Anzeigen auf online-Plattformen kommunizieren. Da sich Nutzer und Themen im Internet verfolgen lassen, kann sichergestellt werden, dass die Botschaften an der richtigen Stelle landen. Die Kampagne kommt dabei nicht mit dem Lehrbuch daher. Sie will Geschichten erzählen, die den Verbraucher in Lebenssituationen abholen, in denen Papier eine Rolle spielt. Warum Papier bei Verpackungen oft die bessere Alternative ist, Kindergeburtstag mit Papier – kein Problem, Papier bietet nachweisbar die sauberste Lösung in der Hygiene, Kinder lernen besser mit Büchern. Es gibt viele Ansätze, Interesse zu wecken.

Bewusst soll sich die Kampagne von der klassischen Industriekommunikation absetzen, die die Qualität der Produkte herausstellt. Das Credo lautet: Weniger kann oftmals mehr sein. Aber wenn, dann mit Papier. Damit soll auch deutlich gemacht werden, dass die Branche verantwortlich handelt und Nachhaltigkeit auch den bewussten Umgang und letztlich auch die Wertschätzung für das Produkt Papier beinhaltet. Eine Verpackung, die bewusst als sinnvolle Lösung angesehen wird, wird nach Gebrauch nicht zu Müll, sondern zum Teil eines Kreislaufs. Vergessen wird dabei nicht das Thema Innovation. Hier hat Papier funktionale eye catcher zu bieten, die es in sich haben. Vom Flugzeugbauteil bis zur Bierflasche aus Papier.

Da über den Wertstoffkreislauf von Papier nach wie vor vielfach Unwissenheit herrscht, sollen immer wieder knappe Info-Einsprengsel eingestreut werden, die Themen wie „nachhaltige Forstwirtschaft“ oder die enorme Recyclingleistung der Industrie beleuchten.

Die diversen Aktivitäten der Kampagne, die natürlich auch auf Unterstützung aus der Papier Community angewiesen sind, laufen ab Dezember auf einer eigenen Website zusammen:

www.papierkannmehr.de


Eigene Website

Die diversen Aktivitäten der Kampagne, die natürlich auch auf Unterstützung aus der Papier Community angewiesen sind, laufen ab Dezember auf einer eigenen Website zusammen:

www.papierkannmehr.de