Archiv Im Blickpunkt

Neueste Technologie

Moderne Architektur, die neueste Informationstechnologie sowie Fördertechnik ermöglichen immer größere Lagerkapazitäten und schnellere Ein- und Auslagerung.

VM

Mehrere Papier-Unternehmen investierten in den vergangenen Jahren in moderne Hochregallager. So der Hygienepapierhersteller Fripa mit Sitz in Miltenberg. Das moderne Hochregallager 2 ist ein Blickfang. Die transluzente, abgestufte Außenfassade lässt viel Licht hinein. Das viergassige, vollautomatische Lager bietet 21.500 Palettenstellplätze auf 13 Lagerebenen. Pro Stunde können circa 410 Paletten ein- und ausgelagert werden. Förderelemente der Elektrohängebahn bringen sie von der Einlagerung zu vier Zwei-Mast-Regalbediengeräten, die je zwei Paletten aufnehmen können. Übrigens sind die Regalbediengeräte mit einem Energiesparsystem ausgestattet. Dank des Hochregallagers kann Fripa auf Absatzschwankungen (zum Beispiel an Feiertagen) schnell reagieren und die Kunden in einem genauen Zeitfenster beliefern. Das bereits vorhandene Lager 1 unterzog Fripa gleichzeitig einer Retrofit-Maßnahme. Es ist über eine Fördertechnikbrücke mit dem Lager 2 verbunden und arbeitet unter dem gleichen IT-System.

Auch die Papierfabrik August Koehler SE baute ein neues Hochregallager. Es gehört zu einem neuen Logistik-Zentrum, das Koehler nach dreijähriger Projektlaufzeit im Jahr 2015 in Betrieb nahm. Der Hersteller von Spezialpapieren investierte dafür insgesamt 40 Millionen Euro und sicherte hierdurch die Zukunft des Unternehmens und des Standortes Oberkirch, an dem über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. An ihrem Stammsitz im Schwarzwald produziert die Koehler SE mit drei Papiermaschinen Selbstdurchschreibpapiere, Feinpapiere sowie Kanten-Dekorpapiere.

Das neue Logistikkonzept besteht aus zwei Verpackungsanlagen für Rollenware und palettierte Ware, Querschneidern mit Einriesmaschinen, Versand sowie einem vollautomatischen Hochregallager. Das dreischiffige Gebäude des neuen Hochregallagers ist 40 Meter breit und 82 Meter lang. In dem fünfgassigen-Lager befinden sich je nach Packstückgröße 16.000 bis 19.000 Stellplätze. Die unterschiedlichen Einwegpaletten werden zum sicheren Transport und zur Lagerung auf zwei unterschiedliche Inhouse-Paletten gesetzt. Ein Lagerverwaltungssystem ist auf die Verwaltung und Materialflusssteuerung der gesamten Anlage ausgelegt. Durch die Investition sparte Koehler Lkw-Fahrten ein, da die Papierfabrik Fremdlager gemietet hatte, weil die Lagerkapazität in Oberkirch nicht mehr ausgereicht hatte.


Blick in das Hochregallager der Papierfabrik August Koehler bei der Eröffnung im Jahr 2015.
Es bietet, je nach Packstückgröße, 16.000 bis 19.000 Stellplätze.