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Minister-Besuch im Werk Kostheim

Der Recyclingservice für Papierhandtücher ‚Tork PaperCircle‘ wurde maßgeblich im Essity-Werk Mainz-Kostheim mitentwickelt. Dies sowie die Einweihung einer neuen Produktionshalle waren Anlass für den hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, das Werk zu besuchen.

Bei einem Rundgang durch die Altpapieraufbereitung ließ sich Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, erklären, wie das Kreislaufsystem ‚Tork PaperCircle‘ funktioniert, das wertvolle Ressourcen schont und gleichzeitig den CO2-Ausstoß reduziert.

Jahrelange Entwicklungsarbeit

Essity ist das weltweit erste Unternehmen, das mit Tork PaperCircle einen Recyclingservice für Papierhandtücher anbieten kann. Zwar klingt das Prinzip hinter dem Kreislaufsystem simpel: Bei den Teilnehmern steht im Waschraum ein eigener Behälter für gebrauchte Tork-Papierhandtücher, der vom Reinigungspersonal stets separat gehalten wird. Dieser wird später ins Essity-Werk Mainz-Kostheim gebracht, wo die darin befindlichen Papierhandtücher zu neuem Hygienepapier verarbeitet werden. „Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Verfahren aber jahrelange Entwicklungsarbeit und wir sind sehr stolz auf das, was wir in enger Zusammenarbeit mit Kunden sowie Reinigungs- und

Entsorgungsunternehmen geschaffen haben“, so Papieringenieurin Anne-Katrin Klar, die das Projekt in Kostheim leitet. Die Commerzbank in Frankfurt und der Düsseldorfer Flughafen sind bereits Projektpartner des neuen Service. Tork PaperCircle wurde kürzlich mit dem Umwelttechnikpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Ziel bei Essity sei es, zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beizutragen. Diese sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und funktioniere nur dann, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, sagte Werkleiter Thorsten Becherer. Deshalb habe sich das Unternehmen sehr über die Möglichkeit gefreut, Minister Tarek Al-Wazir den Tork PaperCircle vorzustellen.

Der hessische Wirtschaftsminister zeigte sich begeistert von der Idee, benutzte Papierhandtücher durch Recycling im Rohstoffkreislauf zu halten: „Der Tork PaperCircle ist ein gutes Beispiel für
eine marktorientierte Initiative, die schnell zu greifbaren Ergebnissen führen kann“, erklärte er. „Ich freue mich, dass Umweltschutz bei Essity einen hohen und selbstverständlichen Stellenwert einnimmt.“

Rund 20 Millionen Euro investiert

Im zweiten Teil seines Besuches nahm Minister Tarek Al-Wazir, gemeinsam
mit dem Wiesbadener Bürgermeister Dr. Oliver Franz, an der Eröffnung einer neuen Verarbeitungshalle teil. Die neue Halle ist das Herzstück einer rund 20 Millionen Euro hohen Investition, durch die Essity den Standort Kostheim stärkt und eine wichtige Voraussetzung für künftige Innovationen schafft.

Das Werk organisiert seine Papierverarbeitung neu. Mit dem Neubau geht einher, dass bis 2021 fast alle Verarbeitungslinien des Werkes entweder umgezogen, umgebaut oder modifiziert werden. Dadurch werden Arbeitsprozesse optimiert und die Effizienz weiter

gesteigert. Es entstehen freie Produktionskapazitäten für Tests und Platz für die Zukunft.

Für Kostheim ist die neue Verarbeitungshalle nicht die erste große Investition. Essity hat bereits 2012 in eine neue Papiermaschine für rund 115 Millionen Euro investiert. Mit rund 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter 28 Auszubildende, gehört das Essity-Werk Kostheim zu den größten Arbeitgebern in der Region. Der im Jahr 1885 gegründete Standort produziert Hygienepapierprodukte der Marke Tork, die zum Beispiel in Werkstätten, Arztpraxen, Restaurants oder Hotels zum Einsatz kommen. ■


Essity Standort Mainz-Kostheim

Produkte:

Handtücher, Wischtücher, Reinigungstücher der Marke Tork für den professionellen Einsatz.

Produktionskapazität:

152.000 Tonnen Hygienepapier jährlich (in 2018)

3 Papiermaschinen

16 Verarbeitungslinien

Rohstoffe:

Überwiegend Altpapier

Verladekapazität:

rund 1 Million Paletten pro Jahr