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Leichtes Wachstum

Bei seiner Jahrespressekonferenz am 3. März in Düsseldorf präsentierte der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Branche im Jahr 2014.

Gregor Andreas Geiger

Die deutsche Papierindustrie hat im vergangenen Jahr ihre Produktion mit 22,5 Millionen Tonnen leicht steigern können. Trotz weiterer leichter Verluste im Bereich der grafischen Papiere verzeichnete die Branche ein Produktionsplus von insgesamt 0,6 Prozent. Dies ist auf das anhaltende Wachstum in den Bereichen Verpackung, Hygiene und Spezialpapiere zurückzuführen. Auch wenn sich die Ertragslage 2014 gegenüber dem Vorjahr sichtbar verbessert hat, hält die Branche dies wegen ihrer hohen Kapitalintensität nach wie vor nicht für ausreichend.

Dr. Wolfgang Palm, der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken, verwies in der Jahrespressekonferenz darauf, dass sich der Abwärtstrend bei den grafischen Papieren mit einem Produktionsminus von 0,5 Prozent deutlich verlangsamt habe. Im Jahr 2013 war die Produktion gegenüber dem Vorjahr noch um 5,5 Prozent zurückgegangen. „Von einem Durchschreiten der Talsohle kann jedoch keine Rede sein“, sagte Dr. Palm. Überkapazitäten bei diesen Sorten seien bislang vor allem im europäischen Ausland abgebaut worden.

Positiv sei das weitere Wachstum bei Verpackungspapieren und -kartons (1,2 %), Hygiene- (1,7 %) und Spezialpapieren (1,5 %).

Der Umsatz der deutschen Papierindustrie legte im Jahr 2014 – nach einem Minus von 2,3 Prozent im Vorjahr – mit 0,3 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro wieder leicht zu.

Dr. Palm verwies auf das 625-jährige Jubiläum der Branche in diesem Jahr. Im Jahr 1390 hatte der Kaufmann Ulman Stromer mit der Gleismühle in Nürnberg die erste Papierfabrik auf deutschem Boden in Betrieb genommen. Mittlerweile ist die deutsche Papierindustrie die Nr. 1 in Europa und die Nr. 4 weltweit.

Ertragslage ist nicht ausreichend