Archiv Im Blickpunkt

Gemeinsames Engagement

Im Rahmen einer weltweiten Sicherheitswoche von UPM haben auch die UPM Werke in Deutschland mit besonderen Aktionen ihre Mitarbeiter auf das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufmerksam gemacht.

Mechthild Wübben

UPM hat mit seiner Anfang 2012 gestarteten Arbeitssicherheitsinitiative einen außerordentlichen Erfolg erzielt. Innerhalb eines Jahres nach Beginn der Kampagne „Step change in safety 2012–2014“ sind bei UPM weltweit die unfallbedingten Fehlzeiten, die als Unfallhäufigkeitsrate gemessen werden (Lost Time Accident Frequency, LTAF), um beeindruckende 40 Prozent zurückgegangen.

Die Sicherheitsinitiative hat zwei Ziele: innerhalb von drei Jahren Weltklasse auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit zu werden und zu verhindern, dass sich tödliche Unfälle auf dem UPM Firmengelände ereignen.

„40 Prozent weniger Arbeitsunfälle sind eine großartige Verbesserung. Alle Geschäftsbereiche verzeichneten eine positive Entwicklung und Ende des Jahres 2012 hatte es in neun von insgesamt 68 UPM Produktionseinheiten über ein Jahr lang keine unfallbedingten Fehlzeiten gegeben. Wir sind stolz auf die hervorragenden Ergebnisse der Initiative, aber die Arbeit geht noch weiter. Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht,“ sagt Jussi Pesonen, Vorstandsvorsitzender von UPM. Die Veränderungen begannen mit der Einbindung der Führungskräfte und sorgen auf allen Organisationsebenen für sicherere Arbeitsweisen. Entscheidend für den bisherigen Erfolg der Initiative war, dass die erforderlichen Ressourcen bereitgestellt und die Initiative transparent kommuniziert wurde. Die Veränderungen werden durch gemeinsame unternehmensweit gültige Standards und Kennzahlen zur Arbeitssicherheit gesteuert. Frühindikatoren sind zum Beispiel die Berichterstattung über Beinaheunfälle sowie Sicherheitsbeobachtungen und -begehungen. Es wurden diverse Auszeichnungen für exzellente Leistungen im Bereich der Arbeitssicherheit eingeführt, um Erfolge und Verbesserungen auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes zu belohnen.

Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) beging am 28. April den „Welttag für Arbeitssicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“, um auf das wichtige Thema der Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten aufmerksam zu machen. UPM unterstützte diesen Tag mit einer weltweiten Sicherheitswoche. Auch in den deutschen UPM Werken stand die Arbeitssicherheit mit besonderen Aktionen im Fokus.

So erhielt das UPM Werk Schwedt die Urkunde zur Aufnahme in den „UPM Safety Frontrunner Club“. Diese Ehrung wird für den herausragenden Erfolg im Bereich Arbeitssicherheit und das Erreichen der strengen UPM-Richtlinien verliehen. Honoriert wurde dieses hervorragende Ergebnis am 24. April 2013 mit dem Arbeitssicherheits- und Gesundheitstag. Angeboten wurden unter anderem Präsentationen von Arbeitssicherheitsergebnissen, Feuerlöschübungen, Vorführungen zum Thema „Sicheres Arbeiten in engen Räumen und in Höhen“ sowie Fahrradparcours und -kodierungen. Es wurde ein Gesundheitszentrum auf dem Werkgelände eröffnet, es gab Gesundheits-Checks durch die Betriebsärztin, eine Blutspendeaktion, Rücken-Massagen, Einführung und praktische Anwendung des „brainLight“- Massagesessels sowie Zumba- und Präventionssport-Schnupperkurse.

Auch am UPM Standort Dörpen fanden anlässlich der UPM weiten Sicherheitswoche Arbeitssicherheits- und Gesundheitstage statt, bei denen die bisher geleistete Arbeit gewürdigt und präventive Gesundheitsmaßnahmen in den Mittelpunkt gestellt wurden. Der Arbeitskreis „Arbeitssicherheits- und Gesundheitstage 2013“ bot hierzu viele interessante, praxisorientierte, informative und nachhaltige Aktionen für die Mitarbeiter an. Unter anderem wurden Demonstrationen von Höhenrettungen und der Absicherung bei Höhenarbeiten gezeigt. Bei Feuerlöschübungen konnten die Mitarbeiter auch selbst aktiv werden. Ferner wurde gezeigt, was im Fall eines Fettbrandes zu tun ist. Ingo Jönen, Truppmann bei der Werkfeuerwehr, demonstrierte, wie einfach es ist, einen Defibrillator zu bedienen, um Menschenleben zu retten. In den Räumen des Besucherzentrums waren der Arbeitskreis Gesundheitsmanagement, die Suchtberater und die SBK mit einem Stand vertreten. Eine besonders große Nachfrage gab es bei der Aktion „Darmkrebs-Vorsorge“. Der Betriebsarzt bot außerdem Labor-Checks sowie Untersuchungen an. Das Managementteam führte an beiden Tagen Sicherheitsrundgänge im Betrieb durch.

Arbeitssicherheit wird auch bei UPM in Schongau groß geschrieben. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter steht bei allem, was wir tun, an erster Stelle“, so Werkleiter Winfried Schaur. „Wir wissen aber auch, dass Gefahren nur dann vermieden werden können, wenn Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Unternehmen auch wirklich gelebt werden.“ Um auf das Thema aufmerksam zu machen, aber auch um Anregungen für sicheres, gesundes Arbeiten zu geben, werden die Mitarbeiter regelmäßig informiert und sensibilisiert. Während des Arbeitssicherheits- und Gesundheitstages am 25. April konnten sich die Schongauer Mitarbeiter unter anderem zum Thema persönliche Schutzausrüstung informieren oder sich von Fachpersonal Tipps und Anregungen für ihre Gesundheit holen.

Die Gemeinschaftsaktion „Rauf auf den Sattel“ vom Schongauer Betriebsrat, der Werkleitung und der Krankenkasse SBK will die Mitarbeiter ermuntern, für ihren Arbeitsweg öfter mal das Fahrrad zu nehmen.

Im UPM Werk Augsburg führte die Betriebsfeuerwehr in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr eine Höhenrettungsübung durch, bei der ein Mitarbeiter einen Verletzten simulierte und von einem Kran gerettet werden musste. Die Betriebsfeuerwehr und die Höhenretter der Berufsfeuerwehr waren sehr zufrieden mit der reibungslosen Durchführung der etwa zweistündigen Rettungsaktion. Bereits Anfang April hatten die Mitarbeiter in Plattling eine „Zylinderbergung“ geübt. Hierbei wurde ein Notfall angenommen, bei dem ein Prüfsachverständiger aus einem Trockenzylinder gerettet werden musste. Der korrekte und sicherste Ablauf der sehr schwierigen Bergung wurde anschaulich dargestellt. Innerhalb von circa 20 Minuten war die verunfallte Person aus dem Trockenzylinder herausgeholt und wurde an den Rettungsdienst übergeben.

Auch an den UPM Standorten Ettringen, Plattling und Hürth gab es in der Sicherheitswoche viele Aktionen.

Sicherere Arbeitsweise auf allen Organisationsebenen