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Gemeinsam für bezahlbare Energie

Michael Vassiliadis (2. v. l.) war Gastredner bei der VAP-Jahresmitgliederversammlung 2012.

Vor Vertretern der Papierindustrie betonte der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis, die Notwendigkeit der gemeinsamen Sicht von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite auf Zukunftsthemen. Deutlich kritisierte er Mängel bei der praktischen Umsetzung der Energiewende.

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Vassiliadis sprach als Gastredner bei der gemeinsamen Jahresmitgliederversammlung der Arbeitgeberverbände der deutschen Papierindustrie (VAP). Gastgeber war der Arbeitgeberverband der Papier erzeugenden Industrie von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung. Vassiliadis gab ein Bekenntnis zur gelebten Sozialpartnerschaft ab – bei allen Interessengegensätzen während der Tarifauseinandersetzungen. Beide Seiten treibe die Gestaltung und Umsetzung der Energiewende in Deutschland um. Inzwischen sei ein Jahr ohne echte Impulse vergangen. Es herrsche Symbolpolitik statt ergebnisorientierter Klimapolitik. Die Energiewende müsse aber konstruktiv gestaltet, statt passiv verwaltet werden, so der IG BCE-Vorsitzende. Der Ausstieg aus der Kernenergie sei ein richtiger und unumkehrbarer Prozess, zu dem aber auch die Schaffung von Rahmenbedingungen gehöre. „Rahmenbedingungen für den dringend notwendigen Netzausbau, den Neubau von neuen, effizienten Kraftwerken und natürlich Rahmenbedingungen für die Industrie, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche auf verlässliche, aber vor allem auch bezahlbare Energie angewiesen ist“, sagte Michael Vassiliadis. Gerade im Hinblick auf Energiefragen werde die derzeitige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie von der Politik nicht richtig eingeordnet. Die Energiewende müsse so gestaltet werden, dass sie Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit für die Unternehmen ermögliche sowie Arbeitsplätze schaffe und sichere. Um zum Gelingen beizutragen baue die IG BCE das Innovationsforum Energie auf. Eingeladen zur Teilnahme seien auch Vertreter der Papierindustrie.