Archiv Im Blickpunkt

Für eine leistungsfähige Industrie

Der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) hat mit den „Herausforderungen 2013 – 2020 aus Sicht der Industrie – Für einen neuen gesellschaftlichen Konsens“ Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2013 vorgelegt.

Je leistungsfähiger die Industrie ist, desto größer sind die Chancen, dass Deutschland die anstehenden Herausforderungen mit Erfolg bestehen wird, heißt es beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Deutschland sei mit seinem stabilen industriellen Fundament zum Vorbild für die europäischen Nachbarn geworden. Gemeinsames Ziel müsse es sein, das industrielle Potenzial Deutschlands weiterzuentwickeln. Dazu hat der BDI das Kompendium „Herausforderungen 2013 – 2020 aus Sicht der Industrie – Für einen neuen gesellschaftlichen Konsens“ zusammengestellt. Die derzeit wichtigsten industriebezogenen Themenkomplexe werden darin beleuchtet. Anhand dessen kann jeder überprüfen, wie weit die einzelnen Parteien die Bedürfnisse der Industrie berücksichtigen. Die Forderungen lauten im Einzelnen:

1. Integrierte Wirtschafts- und Industriepolitik ausbauen

Deutschland braucht eine integrierte Wirtschafts- und Industriepolitik, die Innovationen fördert. Durch weitere schrittweise Entlastungen der Unternehmen auf ein international vergleichbares Niveau soll der Investitions- und Innovationsstandort Deutschland gestärkt werden. Hierzu sind wettbewerbsfähige Energiekosten und eine sichere Energieversorgung unerlässlich.

2. Grundlagen der Industrie sichern

Die Investitions- und Standortbedingungen in Deutschland müssen weiter verbessert werden. Nur so können zusätzliche Investitionen aus dem In- und Ausland stimuliert werden und die deutsche Industrie das enorme weltweite Wachstumspotenzial stärker nutzen. Wachstum und Konsolidierung gehören zusammen. Es ist dringend notwendig, öffentliche Haushalte in Deutschland qualitativ zu konsolidieren, das heißt, konsumtive zu investiven Ausgaben umzuschichten.

3. Wirtschaftliche Freiheiten bewahren

Das Wirtschaftsrecht muss wieder stärker an Kriterien wie Wettbewerbs-, Wachstums- und Innovationsfreundlichkeit ausgerichtet werden, um der Industrie günstige Rahmenbedingungen für die Bewältigung der Krise und der Herausforderungen der Globalisierung zu bieten.

4. Europäischen Industrieraum stärken

Die Strukturreformen in Europa müssen konsequent umgesetzt und die nationalen Haushalte nachhaltig konsolidiert werden. Die Konsolidierung der Haushalte – vor allem die Umschichtung von konsumtiven zu investiven Ausgaben ist die Basis für Wachstum in Europa. Für zusätzliche Impulse müssen marktkonforme Anreize für Investitionen gesetzt und Investitionshemmnisse systematisch abgebaut werden.

5. Globalisierung gestalten

Die weltweite Handels- und Investitionsfreiheit ist eine Grundbedingung für den Erfolg der deutschen Wirtschaft auf den globalisierten Märkten. Deshalb muss die deutsche Politik allen protektionistischen Maßnahmen entschlossen entgegentreten.

Weitere Ausführungen zu den einzelnen Themen stehen in der Broschüre „Herausforderungen 2013 – 2020 aus Sicht der Industrie – Für einen neuen gesellschaftlichen Konsens“. Diese sowie eine Kurzfassung davon können heruntergeladen werden unter:

www.bdi.eu/Herausforderungen-2013–2020.htm