Archiv Gastkommentar

Print Power

Dr. Jörg Sensburg Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Papiergroßhandels, Geschäftsführer der IGEPA und Country Manager Deutschland der Initiative Print Power

Die Entwicklung der Printmedien und des Druckträgers Papier verläuft nicht zufriedenstellend. Print ist zwar nach wie vor der wichtigste Informations- und Werbeträger, aber die Anteile schwinden. Die spektakuläre Entwicklung elektronischer Medien hat dazu geführt, dass vielen Marketingentscheidern die Stärken des Mediums Print nicht mehr bewusst sind. Online gilt als hipp, Print als oldfashioned. Das spiegelt sich im Markt wieder.

Die Werbeforschung zeichnet ein anderes Bild. Ohne die Tiefenwirkung der gedruckten Werbung bleiben die Eindrücke von TV, Rundfunk und Internet beim Konsumenten flüchtig. Erfolgreiche Werbung braucht das Medium Print im Mediamix. Selbst der Internet-Riese Google – um ein Gegenbeispiel zu nennen – wirbt bewusst mit dem gedruckten Wort. Gleichzeitig zeigen Umfragen, dass Bürger Rechnungen auf Papier den irreführend als umweltfreundlicher vermarkteten e-bills vorziehen. „Was Du schwarz auf weiß besitzt …“, Goethe scheint immer noch recht zu haben.

Die Grundlagen sind also da. Das Wissen über Effizienz und Wertigkeit von Print muss jedoch wieder in die Köpfe derjenigen, die über Kampagnenetats entscheiden oder den Kontakt mit ihren Kunden pflegen wollen. „Print Power“ hat sich genau das zum Ziel gesetzt. Europaweit stellen sich die Partner der Wertschöpfungskette Print gegen den Trend. Druckpapierhersteller und -handel, Drucker und Druckmaschinenhersteller, Verleger, Umschlag- und Druckfarbenhersteller, Direktvermarkter und Postdienstleister; sie zeigen Print Power.