Archiv Gastkommentar

Papiertechnologe – ein Beruf mit Zukunft

Jürgen Röcker Vorsitzender VAP-Berufsbildungsausschuss alternierender Vorsitzender des VAP-Berufsbildungsrats

Am 1. August 2010 trat die Neuordnung des Ausbildungsberufs zum Papiertechnologen/-in in Kraft. Neugestaltung und Umsetzung sind ein hervorragendes Beispiel für die optimale Zusammenarbeit zwischen den staatlichen Stellen (Bundeswirtschaftsministerium, Bundesinstitut für Berufsbildung), dem Sozialpartner IG BCE, dem Industrie- und Handelskammerbereich (DIHK, IHK Karlsruhe / Chemnitz), dem Kultusministeriumsbereich, den Schulen in Altenburg und Gernsbach sowie der Industrie.

Die Hauptarbeit für die Industrie lag in dem Arbeitskreis Bildung des Berufsbildungsausschusses der VAP. Dort sind Ausbilder, Personal- und Produktionsverantwortliche aus den verschiedensten Bereichen vertreten, um den Bedarf der Industrie genau zu artikulieren, damit dieser in der Neuordnung sein Spiegelbild auf der Angebotsseite findet. Die stärkere Gewichtung von Steuer-, Mess- und Regeltechnik, die größere Flexibilität bei der Ausrichtung auf die spezifische Produktionsstruktur durch Wahlqualifikationseinheiten und die stärkere Vernetzung von Instandhaltung und Produktion sind überzeugendes Ergebnis eines umfangreichen und komplexen Meinungsbildungsprozesses.

Allen Beteiligten schuldet die Papierindustrie großen Dank. Es zeigt sich, dass durch ein vertrauensvolles Zusammenwirken in der Papierfamilie den modernen Anforderungen unserer Produktionsprozesse optimal Rechnung getragen werden kann. Damit ist ein wichtiger Baustein zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Attraktivität des Berufs bei der Nachwuchsgewinnung geschaffen worden.