Archiv Gastkommentar

Papierindustrie: Gute Ausbildungszahlen Neu: Packmitteltechnologe im Papierzentrum

Ulrich WienbeukerGeschäftsführer und Arbeitsdirektor der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbHStv. Vorsitzender der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der deutschen Papierindustrie (VAP)Vorsitzender des Fördervereins Papierzentrum

Gernsbach (FÖP)

Die diesjährige Ausbildungsplatzumfrage zeigt steigende Anfängerzahlen, insbesondere im Ausbildungsberuf des Papiertechnologen. In den letzten drei Jahren ist dort die Zahl der Anfänger von 220 auf 241, das heißt um fast zehn Prozent, gestiegen. Dabei ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in allen Branchen deutschlandweit 2016 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Von den angebotenen Ausbildungsplätzen bei den Papiertechnologen konnten nur 88 Prozent besetzt werden. Der Grund für die Nichtbesetzung lag vor allem an der fehlenden Bewerbereignung. Auch für das nächste Ausbildungsjahr 2017/2018 gibt es nach der Ausbildungsplatzumfrage einen starken Bedarf an qualifizierten Bewerbern für den Beruf des Papiertechnologen.

Die zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer (MAF) gibt seit Jahren die Möglichkeit, Bewerber insbesondere für die Ausrüstungsabteilungen unserer Betriebe zu gewinnen. Qualifizierte Auszubildende können mit zwei zusätzlichen Ausbildungsjahren den Abschluss als Papiertechnologe erhalten. Ab dem Schuljahr 2017/2018 kann stattdessen in Gernsbach auch in einem dritten Lehrjahr die Qualifikation als Packmitteltechnologe erworben werden.

Ich bin der Schule für Papiertechnik in Gernsbach dankbar für das große Engagement bei der Einführung dieses neuen Ausbildungsberufs und bin zuversichtlich, dass auch dieser Weg für unsere Betriebe erfolgreich sein wird.

Foto: UPM