Archiv Gastkommentar

Mit Qualifikation aus der Krise

Stephan Meißner Hauptgeschäftsführer Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie e.V. (VAP)

Die Hochschulen für Papiertechnik in Darmstadt, Dresden, Karlsruhe/Gernsbach und München haben im Jahr 2009 mit 65 Absolventen die höchste Absolventenzahl seit 1996 aufzuweisen.

Mit der Einstellung dieser Nachwuchskräfte zeigen Papierunternehmen und Zulieferer, dass Qualifikation und Ausbildung nicht konjunkturabhängig sein dürfen. Die Papierindustrie ist nach einem dramatischen Einbruch dabei, sich wieder nach oben zu arbeiten. Dazu benötigt sie im internationalen Wettbewerb weiter Know-how und qualifizierte Mitarbeiter. Die Tatsache, dass 2009 jedoch nur noch 43 Studenten ein Papiertechnik-Studium aufgenommen haben, zeigt den harten Wettbewerb um die besten Köpfe. Rechnet man die übliche Abbrecherquote ein, werden bei diesem Jahrgang nur noch die Hälfte der heutigen Absolventenzahlen zur Verfügung stehen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Papierindustrie in ihrer Nachwuchsarbeit nicht nachlässt, die Meisterausbildung verstärkt und auch bei den Auszubildenden weiterhin eine ausreichende Ressource an Fachqualifikation vorhält.

VAP und VDP engagieren sich aus diesem Grund weiterhin bei der Nachwuchsgewinnung. Sie sind auf Ausbildungsmessen präsent und unterstützen die betriebliche Nachwuchswerbung; die VAP stellt nach wie vor erhebliche Geldmittel für die Ausbildungsstätten sowie für Studienstipendien zur Verfügung. Gemeinsam mit den Unternehmen arbeiten die Verbände daran, dass die Papierindustrie ein verlässlicher und interessanter Partner für Nachwuchskräfte bleibt. Nur dann ist sie als Arbeitgeber attraktiv.