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Wissenschaft mit Praxis verknüpft

Die BA-Studenten mit links Dr. Volker Höntsch vom Papierzentrum Gernsbach, rechts hintere Reihe Prof. Dr. Wolfgang Kraut von der Berufsakademie Karlsruhe

Nach zwei Jahren Studium, einer Projektarbeit und einer mündlichen Prüfung hielten die Studierenden im Studiengang Papiertechnik an der Berufsakademie Karlsruhe in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt und dem Papierzentrum Gernsbach ein erstes Ergebnis in den Händen: das Assistentenzeugnis.

Dr. Volker Höntsch

Die Studierenden hatten im September 2005 eine erste wichtige Vorprüfung abgelegt. Besonders überzeugen konnten diejenigen Studenten, die die fachwissenschaftlichen Inhalte gut mit der betrieblichen Praxis in dort gewonnenen Erfahrungen verknüpfen konnten. Die Praxisvertreter in der Prüfungskommission, unter anderem Hartmut Felsch, August Koehler AG, Oberkirch, Dr. Hermann Praast, Stora Enso Maxau GmbH, Karlsruhe, Mathias Walter, Schoeller & Hoesch GmbH & Co. KG, Gernsbach, Dr. Martin Wiens, SCA Hygiene Products GmbH, Mannheim, schätzten übereinstimmend ein hohes Niveau der Kandidaten ein. Eine 1,0 in der Prüfung erzielten Robert Schiefner (Schoeller & Hoesch GmbH & Co. KG, Gernsbach) und Sarah Walter (Arjo Wiggins Deutschland GmbH, Dettingen).

Die Assistentenprüfung bildete den Auftakt für das 5. Theoriesemester des Studienganges. Um der Praxisorientierung gerecht zu werden, übernahmen mehrheitlich betriebliche Spezialisten Lehraufträge. So dozierte Rolf Maisch, ehemals Vorstand der Perlen AG, über spezielle Prozesse der Papiererzeugung, das Thema der Logistischen Systeme behandelte Dr. Lars Sommerhäuser, Kanzan Spezialpapier GmbH, und Vorlesungen sowie ein Praktikum bei der BASF vertieften das Spezialwissen im Streichen. Die prüfungsrelevante Lehrveranstaltung im Arbeitsschutz führten Referenten der Berufsgenossenschaft durch.

Daneben erhielten die Studierenden auch Einblicke in Organisations- und Managementtechniken und erprobten in Studienarbeiten die wissenschaftliche Darstellung von komplexen Aufgaben und ihrer Lösung.

Im Frühjahr 2006 startet das sechste und letzte Semester. Neben Themen der Instandhaltung stehen auch Praktika bei Voith sowie bei der Papiertechnischen Stiftung in Heidenau auf dem Plan.

Mit der bisherigen Leistungsbilanz ist zu erwarten, dass die Studierenden im September 2006 das Studium erfolgreich abschließen werden.