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Vorpraktikum sorgt für einen guten Start


Foto: BIP
Das Studium Papiertechnik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist eine dreijährige praxisorientierte und kompakte Ingenieur-Ausbildung mit wechselnden Praxis- und Theoriephasen. Für einen guten Start in das Studium sind 18 Studenten der Einladung der Bildungsakademie Papier (BIP) gefolgt und zum bewährten Vorpraktikum angetreten.

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Erstes Ziel im Vorpraktikum ist das Schaffen einer gemeinsamen fachlichen Basis, damit die Teilnehmer den Anforderungen des Studiums gerecht werden. Alle Studienanfänger sollen am Schluss das Studium auch erfolgreich abschließen.

Bei dem Praktikum wird der Ist-Zustand der Kenntnisse in Naturwissenschaften, vor allem in Mathematik sowie Physik und Chemie, überprüft, um letzte Wissenslücken zu entdecken und zu schließen. Hier bringen diejenigen Anfänger einen Vorteil mit, welche vorab die bewährten Check-up-Schulungen der Bildungsakademie genutzt haben. Insgesamt bekommen alle Teilnehmer das zu erreichende Level aufgezeigt und erhalten gleichzeitig Hinweise, wie sie das notwendige Studienanfängerniveau erreichen können. Hierzu gehört auch die Möglichkeit mit einem Fit-for-Studies-Programm die Mathematikkenntnisse zu erweitern. Dies erfolgt dann parallel zum Studium, genauso wie ein möglicher Mathematik-Vorkurs vor der ersten theoretischen Studienphase. Erfahrungsgemäß hilft dies den Studenten sehr, ist allerdings auch arbeitsaufwendig. Die neuen Studenten – verteilt über ganz Deutschland – kommen zum großen Teil aus Papierfabriken, aber auch aus der Verpackungsherstellung sowie der Zulieferindustrie. Im Oktober geht es gleich los mit einer fast dreimonatigen Praxisphase. Das heißt, jeder Student beginnt in seiner Partnerfirma mit den ersten Schritten in die Ingenieur-Ausbildung.

Die zwei Wochen Vorpraktikum sind gefüllt mit fachlichen Inhalten, Präsentationsschulungen, aber auch Aktivitäten zum Kennenlernen und Teambilden. Im Programm folgen gut dosiert die Einführungsthemen in die Papier- und Verpackungsindustrie. Dabei werden die gelernten Papiertechnologen und Packmitteltechnologen aktiv einbezogen, um die „Quereinsteiger mit Abitur“ in die Papierwelt einzuführen. Insgesamt sind dabei überwiegend Referenten von der Bildungsakademie und aus der Industrie im Einsatz, die später im Studium als Dozenten erneut auftauchen.

Das Programm war auch diesmal sehr vielseitig, abwechslungsreich und dadurch kurzweilig. Neben den gemeinsamen Aktivitäten im Seminarraum mussten die Studenten in Eigenregie die Papier- und Verpackungsbranche plus ihre Firmen präsentieren. Für ein intensiveres Kennenlernen und die Stärkung des Teamzusammenhalts sorgte ein Nachmittag in einem Klettergarten. Fachlich „über den Tellerrand schauen“ konnten die Teilnehner des Vorkurses mit einer Fachexkursion zu der Druckerei des Burda-Verlages in Offenburg, wo sie einen informativen Einblick in die moderne Verarbeitung von graphischem Papier erhielten. Sehr positiv haben die Vorpraktikanten und jetzigen Studenten die intensiven Fachstunden der Naturwissenschaften und hier speziell Mathematik hervorgehoben.

Ganz ohne Tests geht es auch im Vorpraktikum nicht, auch zur Bestätigung des eigenen Leistungsstandes. In einer Kurzpräsentation plus Fragestunde zum Abschluss der zwei Wochen wurden kompakt wichtige Fakten und noch alle offenen Fragen zum Studium vorgestellt beziehungsweise beantwortet.

Rundum zufrieden, mit vielen Informationen und neuen Eindrücken ausgestattet, ging es nach zwei Wochen im Papierzentrum ab zum Studium. Ein interessanter und zugleich motivierender Aspekt war die Tatsache, dass während des Vorpraktikums parallel die Studenten im sechsten Semester ihre Bachelorarbeiten erfolgreich verteidigten.

Die einen gehen mit einen anerkannten Abschluss in die Industrie und die Neuen werden folgen – in drei Jahren.


Die Teilnehmer des Vorpraktikums mit (links) Betreuer Holger Burkert von der Bildungsakademie Papier.