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Tuchfühlung mit dem Berufsalltag

Papierfabriken öffnen ihre Tore, Papieringenieure geben Einblick in den Arbeitsalltag und stehen Studieninteressierten Rede und Antwort. Und die sind begeistert über die gründliche Aufklärung, die sie an Berufsinformationstagen erhalten.

„Super, dass solche Infotage regelmäßig angeboten werden. Mir haben vor allem der direkte Kontakt zu den Ingenieuren, das Vorabendtreffen und die Werkführung mit ihren vielen Einblicken gefallen.“

„Werkleiter und Berufsanfänger beantworteten sehr detailliert meine Fragen aus verschiedenen Standpunkten und gaben mir zusätzliche Sicherheit.“

„Ich bin von dem Angebot begeistert, da ich einen Einblick erhalten habe, was auf mich zukommen könnte, sollte ich mich für ein Studium zum Papieringenieur entscheiden.“

So oder ähnlich lauten die Kommentare zu den Berufsinformationstagen, die die Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) und der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) in Kooperation mit den Mitgliedsunternehmen seit dem Jahr 2002 anbieten. Die Informationsveranstaltungen sind Teil der Nachwuchswerbung der Verbände. Sie sollen gezielt über das Berufsbild des Papieringenieurs informieren.

Unter dem Motto „Meet Paper“ werden Studieninteressierte eingeladen sich umfassend über Voraussetzungen, Studienverlauf, Praktika und Berufschancen zu informieren und bei einer Werksbesichtigung den Arbeitsalltag in der Papierindustrie kennen zu lernen.

Der ist greifbar in der Schaltwarte. Rund 30 junge Leute haben sich eingefunden und blicken interessiert durch die großen Glasfenster. Vor sich die Papiermaschine – 120 Meter lang, zehn Meter breit und drei Stockwerke hoch. Sie schauen auf die zahlreichen Monitore und hören aufmerksam den Erklärungen zu Schaltkreisen, Geschwindigkeiten und Laufeigenschaften zu. „In solchen Dimensionen habe ich mir die Anlage nicht vorgestellt“, fasst ein Schüler den ersten Eindruck zusammen. Dass der Produktionsprozess über moderne Prozessleit- und Regelungssysteme läuft und ein hochtechnisierter Vorgang ist, haben mit Blick auf das Endprodukt die wenigsten Teilnehmer erwartet. „Werksführung und die Gespräche mit den Papieringenieuren haben mir sehr geholfen ein klareres Berufsbild zu bekommen. Dass die Papierindustrie eine Hightech-Branche ist, war mir vorher nicht klar. Insofern war die Informationsveranstaltung in höchstem Maße informativ und lehrreich“, ist der Tenor in vielen Rückmeldungen auf die Veranstaltung. Bislang haben rund 300 Interessenten das Angebot der Verbände wahrgenommen. Für 2010 sind weitere Veranstaltungen geplant.

Erste Informationen über Berufsbilder in der Papierindustrie erhalten die Teilnehmer auf Tagen der offenen Tür der Mitgliedsunternehmen sowie auf verschiedenen Berufsinformationsmessen. VAP und VDP sind unter anderem am 3. Mai auf der Bonding in Dresden sowie am

5. Mai auf der Konaktiva in Darmstadt vertreten.

Tanja Reinhold