Seminar Ausbildungsbotschafter: Wie man seinen Beruf vorstellt - papierundtechnik.de

Archiv Forum Bildung

Seminar Ausbildungsbotschafter: Wie man seinen Beruf vorstellt

Bei einer Berufsmesse: Maxim Siemers (rechts) und Ruslan Sejpiev (Mitte) mit Thorsten Schöpe

Viele Papierunternehmen setzen bei der Nachwuchs-Suche Auszubildende als „Botschafter“ in Schulen, bei Tagen der Offenen Tür oder bei Messen ein, denn sie können authentisch über ihre Ausbildung und den Arbeitsalltag berichten. Damit sie dafür gut gerüstet sind, hat die Bildungsakademie Papier (BIP) im Papierzentrum Gernsbach im Rahmen des Projekts „Fachkräftesicherung“ der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) und des Verbands der Deutschen Papierindustrie (VDP) im November 2016 das sechste Seminar „Qualifizierung zum/zur Ausbildungsbotschafter/-in Papierindustrie“ angeboten. Dabei lernten die Teilnehmer Grundsätzliches wie die Wirkungsweise verbaler und nonverbaler Kommunikation, welche Hilfsmittel es bei einer Präsentation gibt und wie man sie am besten einsetzt, aber auch ganz praktisch, wie man erst einmal die Zielgruppe analysiert, Struktur und Inhalte sowie einen Stichwort-Leitfaden entwickelt. Vor Schulklassen hielten die Teilnehmer dann ihre Präsentationen und bekamen direkt ein Feedback dazu.

Das nächste Seminar „Qualifizierung zum/zur Ausbildungsbotschafter/in Papierindustrie“ der Bildungsakademie Papier (BIP) findet am 21./22. März 2017 statt. Information und Anmeldung unter

www.papierzentrum.org


„Gute Tipps, die weiterhelfen“

An der Qualifizierung zum Ausbildungsbotschafter nahmen auch zwei Auszubildende von Sappi Alfeld teil. Beide sind im dritten Ausbildungsjahr, Maxim Siemers, 21 Jahre alt, lernt
Industriemechaniker in der Instandhaltung und Ruslan Sejpiev, 22 Jahre alt, Elektroniker für Betriebstechnik.

Papier + Technik stellte ihnen einige Fragen zum Seminar.

Was haben Sie im Seminar „Ausbildungsbotschafter“ gelernt?

Selbstbewusst vor Gruppen aufzutreten und zu referieren. Wir haben unsere Präsentationen mitgebracht und gehalten, dann wurde sofort aufgearbeitet, was wir anders machen könnten. Etwa zu viel Text und zu viele Zahlen, die sich sowieso keiner merken kann, rausnehmen und nur das wirklich Wichtige und Interessante drin lassen. Wir haben auch gelernt, unterschiedliche Zielgruppen zu berücksichtigen, etwa vor Grundschülern anders zu sprechen als vor älteren Schülern, die schon mehr über Technik wissen. Und dann, dass man die Zuschauer ins Zentrum des Geschehens setzt, also statt zu sagen „wir machen …“ besser „Ihr macht …“.

Haben Sie auch praktisch geübt?

Es gab zum Beispiel einige Partnerübungen. Bei einer sitzt jemand mit dem Rücken zur Tafel, auf der verschiedene Bilder zu sehen sind. Sein Partner muss ihm die erklären und er sie danach zeichnen. Man lernt dabei, sich wirklich verständlich auszudrücken.

Und Ihre Präsentationen wurden per Video aufgenommen?

Ja, wir wurden gefilmt. Da hat man genau gesehen, was man nicht so gut gemacht hat. Manche kucken nicht in die Runde, sondern nur eine Person an oder auf den Fußboden, andere rasseln den Vortrag runter, um möglichst schnell fertig zu werden. Man muss es eben üben, dann geht die Nervosität weg.

Würden Sie den Besuch des Seminars weiterempfehlen?

Auf jeden Fall. Es war sehr aufschlussreich und hat auch Spaß gemacht. Die Trainer geben sehr gute Tipps, die wirklich weiterhelfen.