Archiv Forum Bildung

Prüfung mit Bravour bestanden

Der Hattrick ist gelungen: Zum dritten Mal hintereinander stellte die Papierfabrik August Koehler SE den bundesbesten Papiertechnologen. Daniel Burda aus Kehl reiste am 9. Dezember 2013 zur DIHK-Bestenehrung nach Berlin.

Herbert Gabriel

Der 22-jährige Daniel Burda hat seine Ausbildungszeit als Papiertechnologe bei der Papierfabrik August Koehler als Bundesbester beendet. Als Gruppenbester und Landeserster war er zuvor bereits geehrt worden, dann kam die Krönung – Bundesehrung in Berlin. Bei der Ehrungsfeier hörte er die Festrede von EU-Kommissar Günther Oettinger und erhielt anschließend die Trophäe des Bundesbesten aus den Händen von Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Wie die Kollegen in den vergangenen zwei Jahren, die ebenfalls im gleichen Unternehmen ausgebildet und Bundesbester wurden. Der Weg zu diesem Erfolg war nicht programmiert, wenn auch nach dem Abitur am Kehler Einstein-Gymnasium feststand: „Ich werde nicht sofort studieren, sondern erst mal einen Beruf erlernen, der mich ernähren kann und auf dem ich ein späteres Studium aufbauen kann“, gibt er zu Protokoll.

Denn, so erzählt er, in seinem Bekanntenkreis hat er einige Gleichaltrige erlebt, die ein Studium begonnen und wieder abgebrochen haben. Deshalb sein Entschluss, sich um einen Ausbildungsplatz in dem Unternehmen zu bewerben, in dem fünf Familienmitglieder Lohn und Brot gefunden haben.

Dies war mit Erfolg gekrönt und nach zwei Jahren und Berufsschulunterricht in der „Turbo-Klasse“ in Gernsbach stand die IHK-Lehrabschlussprüfung an. Die hat er mit Bravour bestanden und darf sich nun auf weitere Ziele konzentrieren. Denn Endstation ist sein jetziger Arbeitsplatz nicht, wie auch sein Ausbilder Gerhard Vollmer weiß. Eine Ingenieur-Laufbahn als dualer Studiengang könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. „Doch erst werden Erfahrungen gesammelt und als 2. Gehilfe weiter an der PM 1 gearbeitet“, so sein nächstes Ziel.

Und da kommt er ins Schwärmen und erklärt, dass sich hinter diesem Kürzel eine Papiermaschine mit integriertem Streichwerk verbirgt. Sie ist 4,10 Meter breit und 95 Meter lang, bringt in der Minute 1100 Meter Papier, was einer Geschwindigkeit von 66 km/h entspricht. Bei völliger Auslastung produziert das Unternehmen mit ihr 100 000 Tonnen Thermo- und Selbstdurchschreibepapiere, für die Koehler weltweit eine der ersten Adressen ist.

Auslandspraktikum in der Schweiz
Das weiß man auch in der Schweiz, genauer in Niederbipp, wo der weltgrößte Hersteller von Hygienepapier Kimberly-Clark produziert. Denn dort war Daniel Burda im Rahmen eines Euregio-Auslandspraktikums einen Monat beschäftigt und konnte Erfahrungen in diesem Segment der Papierherstellung sammeln.

Auf der Suche nach Erfahrungen ist er auch weiterhin. Doch über die beruflichen hinaus steht ein Intensivsprachkurs ganz oben auf seiner Agenda. Aber nicht wenige Meter vom Wohnort Kehl entfernt, sondern einige Kilometer weiter – Australien hat er im Fokus.

Warum so weit, will man da schon wissen und erfährt, dass er als Landesbester den von den Badischen Stahlwerken ausgelobten und finanziell ausgestatteten Klaus-Didillon-Förderpreis nutzen will, um sich dieses Vorhaben zu erfüllen.

Wann allerdings, lässt er noch offen und will sich erst Mal seinen bisher durch die Ausbildung vernachlässigten Hobbys widmen: Judo, Jiu-Jitsu und Schwimmen.

Bilder und eine Videoaufzeichnung der Bestenehrung stehen auf: www.dihk.de/bestenehrung