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Praxiserprobt

In einer Feierstunde verabschiedete das Papierzentrum Gernsbach die Absolventen des ersten Bachelor-Studiengangs Papiertechnik der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW).

Veronika Gareus-Kugel

Nach drei Jahren Ausbildung, abwechselnd im Unternehmen und an der Hochschule, bekamen die dreizehn Absolventen des Bachelor-Studiengangs Papiertechnik ihre Zeugnisse überreicht. Trotz derzeit schwieriger Rahmenbedingungen haben alle einen Arbeitsplatz gefunden, wurden von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen oder studieren bis zu einem Masterabschluss weiter. Darauf wies Axel Stengel, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums, vor den zahlreichen Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung hin. In der derzeit unruhigen Lage für die Papierindustrie sei eine hochwertige Ausbildung ganz besonders wichtig – Hochqualifizierte würden immer mehr gebraucht, so Stengel weiter.

Den Industriepreis für die beste praxisorientierte Bachelorarbeit erhielt Anne-Kathrin Damrau von Voith in Heidenheim, bewertet mit einer Note von 1,2. Eine hochwissenschaftliche Arbeit zu einer aktuellen Problemstellung des Ausbildungsunternehmens, wie Studiengangsleiter Prof. Volker Höntsch erklärte.

Der „Bestenpreis“ der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der deutschen Papierindustrie, VAP, wurde an Michael Kespe von Voith Paper in Ravensburg verliehen. In seiner Bachelorarbeit verfertigte er neue wissenschaftliche Grundlagen, die das Angebot seines Unternehmens in der Beratung der Papierindustrie erheblich stärken. Auch er schloss sein Gesamtstudium mit einem Notendurchschnitt von 1,2 ab. Durchgeführt wird der Studiengang in enger Zusammenarbeit zwischen dem Gernsbacher Papierzentrum, der DHBW Karlsruhe und dem Institut für Papierfabrikation und Mechanische Verfahrenstechnik der Technischen Universität Darmstadt. Die Absolventen haben nicht „nur“ den Bachelor geschafft, sondern nun auch die Befähigung an deutschen und internationalen Hochschulen zu studieren.