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Papiertechnologe immer beliebter

Die Besetzungsquote für die Ausbildung zum Papiertechnologen nahm zu.

Immer mehr Jugendliche interessieren sich für eine Ausbildung zum Papiertechnologen. Dies geht aus einer jüngsten Ausbildungsplatzumfrage der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) bei den deutschen Papierfabriken hervor.

Dieter Neumann

Obwohl wie in den Vorjahren nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze zum Papiertechnologen besetzt werden konnten, nahm die Zahl der Jugendlichen, die sich für den Beruf des Papiertechnologen entschieden haben, deutlich zu.

Die deutsche Papierindustrie hat bis zum 1. September dieses Jahres 816 Ausbildungsplätze, davon 259 für Papiertechnologen, 375 für sonstige gewerbliche Auszubildende und 182 für kaufmännische Auszubildende angeboten. Besetzt werden konnten davon lediglich 774 Ausbildungsplätze, davon 249 für Papiertechnologen, 353 für sonstige gewerbliche Auszubildende und 172 für kaufmännische Auszubildende.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass bundesweit im Verbandsbereich der VAP nur 94,85 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden konnten. Die Besetzungsquote für Ausbildungsplätze zum Papiertechnologen liegt mit 96,14 Prozent bundesweit jedoch an vorderster Stelle. Hierin zeigt sich, dass die Bemühungen, den Beruf des ehemaligen Papiermachers zum Papiertechnologen umzufirmieren und ihn als modernen, technisch fortschrittlichen Beruf attraktiv zu machen, von den Ausbildungsplatzsuchenden gut angenommen wurden. Besonders augenfällig wird dies im Vergleich mit der Ausbildungsquote des Vorjahres, die für den Beruf des Papiertechnologen mit 90,80 Prozent am niedrigsten ausgefallen war. Wie in den vorangegangenen zwei Jahren wurden die Papierfabriken von der VAP auch danach befragt, aus welchen Gründen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten. Fehlende Bewerbereignung wurde von den an der Umfrage teilnehmenden Firmen als Hauptgrund angegeben vor mangelndem Bewerberinteresse. Auch hier zeigen sich Veränderungen zu Gunsten der Papiertechnologen, bei denen sich die Nennung von mangelnder Eignung gegenüber dem Vorjahr halbiert hat. Im Hinblick auf die Planung des Ausbildungsplatzangebotes für das Ausbildungsjahr 2008/2009 konnte von der VAP auch ein positiver Aufwärtstrend verzeichnet werden, denn mit den 259 angebotenen Ausbildungsplätzen zum Papiertechnologen konnte eine Steigerung um 3,9 Prozentpunkte erreicht werden. Diese positive Entwicklung ist auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen der Papierindustrie, den Industrie- und Handelskammern und dem Bundeswirtschaftsministerium zurückzuführen. Im Bereich der sonstigen angebotenen gewerblichen Ausbildungsplätze ist die gleiche Tendenz noch ausgeprägter. Das tatsächliche Angebot der Ausbildungsplätze übertrifft die Vorjahreszahlen um 36,86 Prozent und soll auch für das Ausbildungsjahr 2008 in der gleichen Größenordnung bestehen bleiben. Bei den Ausbildungsplätzen im kaufmännischen Bereich ließ sich das Angebot gegenüber dem Vorjahr um 14,18 Prozentpunkte steigern. Nach Aussage des VAP Hauptgeschäftsführers Hans-Joachim Blömeke scheint die Talfahrt des Ausbildungsplatzangebotes in der Papierindustrie beendet zu sein. Die Tendenz zeige durchaus wieder in eine aufwärts strebende Richtung.