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Papier stärkt Basiskompetenzen

Papier bietet unzählige Möglichkeiten. Bayerische Schüler werden in Zukunft davon profitieren.

Jetzt fiel der offizielle Startschuss für das Projekt „Forschen und Entdecken mit Papier“, an dem die Bayerischen Papierverbände beteiligt sind.

Johanna Schilling, Bayerische Papierverbände

Wo kommt der Wind her? Kann ich einen Schatten zudecken? Und wieso verbleicht Papier, wenn ich es in die Sonne lege? Kinder haben viele Fragen und stellen uns so immer wieder vor neue Herausforderungen. Wie können wir ihrem Wissensdurst begegnen? Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative für die Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Sie unterstützt mit ihren Angeboten pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten.

In enger Zusammenarbeit mit den Bayerischen Papierverbänden, der Siemens Stiftung und dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist nun ein kompetenzorientiertes und fächerübergreifendes Fortbildungsmodul entstanden, welches für Fach- und Grundschullehrkräfte in ganz Bayern konzipiert ist. „Forschen und Entdecken mit Papier“ stellt die Ideen der Kinder in den Mittelpunkt und bietet ein praktisches Umsetzungsbeispiel für den zu diesem Schuljahr in Kraft getretenen LehrplanPLUS.

Für die Papierindustrie bedeutet dies, dass sich ab sofort so gut wie alle bayerischen Grundschüler intensiv mit dem Werkstoff Papier auseinandersetzen werden und unser Material dabei genau unter die Lupe nehmen. Wie stabil ist eine Wellpappe und in welche Laufrichtung lässt sich Papier am besten zerreißen und wieso? Welches Papier verrottet schneller und warum ändert es seine Eigenschaft, wenn es nass wird? Durch spielerisches und forschendes Lernen werden die Kinder im Unterricht Antworten auf eben diese Fragen finden.

Das forschende Lernen erleichtert den Zugang zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen und ist stark durch eigenes Handeln und Erfahren geprägt. Kinder für diese Lernfelder schon in frühen Lebensjahren zu begeistern ist sehr wichtig, denn unsere heutige Gesellschaft ist stark von Technik bestimmt – so sind vier von zehn Arbeitsplätzen in Deutschland so genannte MINT-Arbeitsplätze, das heißt sie erfordern Wissen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

„Papier bietet als Werkstoff unzählige Möglichkeiten, diese Basiskompetenzen von Kindern zu stärken. Dazu gehören die Feinmotorik beim Schneiden und Falten, aber auch mathematische Kompetenzen beim Ent- decken und Erkennen von Formen und Mustern“, sagte Dr. Thorsten Arl, Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Papierverbände im Gespräch mit Staatssekretär Georg Eisenreich. Dieser gab am 5. November in München unter Beisein unserer Industrie offiziell den Start frei für das neue Fortbildungsmodul „Forschen und Entdecken mit Papier“. Was heißt das nun konkret? Im Sommer wurden bereits Trainer fortgebildet, die ab sofort alle interessierten Fach- und Grundschullehrer für das forschende Lernen mit Papier schulen. Hierfür wurden spezielle Unterlagen entwickelt, die zum einen direkt zum Forschen mit Papier im Unterricht eingesetzt werden können, zum anderen als Hintergrundinformation für die Lehrkraft dienen und sowohl über die Papier-Eigenschaften als auch die Nachhaltigkeit unserer Industrie informieren.

Bisher ist das Papier-Projekt als Pilot an Grundschulen in Bayern gestartet, eine Ausweitung auf weitere Bundesländer ist aber durchaus denkbar.

Mehr Informationen zum Projekt stehen unter:

www.baypapier.com/berufe/projekt-kleine-forscher