„Hier werde ich viel lernen können …“ - papierundtechnik.de

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„Hier werde ich viel lernen können …“

Lucy Moita absolviert das duale Studium Betriebswirtschaft bei der WEPA Gruppe. Nachdem sie alle Unternehmensbereiche kennengelernt hat, vertieft sie ihre Kenntnisse jetzt im Marketing. Die 21-Jährige schätzt die enge Verknüpfung von betrieblicher Praxis und theoretischem Studium.

VM

Mit der Entscheidung für das integrierte Studium Betriebswirtschaft begann für Lucy Moita eine Phase intensiven Lernens bei WEPA sowie an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hellweg-Sauerland in Arnsberg. Die Vorteile weiß sie zu schätzen: „Ich finde es gut, dass man Dinge, die man in der Theorie lernt, auch direkt in der Praxis umsetzen kann. Das hilft, auch komplexere Sachen zu verstehen“, erklärt sie.

Nach dem Besuch der höheren Handelsschule wollte sie mehr über betriebliche Zusammenhänge wissen. Also lag Betriebswirtschaft nahe. Sie bewarb sich bei der WEPA Gruppe, da das Unternehmen in der Region einen Namen hat und mit zwölf Standorten in Europa international aufgestellt ist. „Ich dachte mir, da werde ich viel lernen und vielleicht auch Auslandserfahrung sammeln können“. Auch dass WEPA ein Familienunternehmen ist, hat sie gereizt.

Im Jahr 2015 begann Lucy Moita ihre Ausbildung zur Industriekauffrau, im zweiten Lehrjahr startete dann das duale Studium. Während der Ausbildung durchlief sie bei WEPA alle Abteilungen und konnte so gut feststellen, was ihr am besten liegt.

Seit Sommer 2017 arbeitet die 21-Jährige im Marketing, verbrachte die letzten fünf Monate der Ausbildung hier. Sie konnte an einer Studie über eine neue Produktart mitarbeiten. Für die Marktforschung dazu entwickelte sie einen Fragenkatalog und wertete die Ergebnisse, dargestellt in vielen Statistiken, anschließend aus. „Da ich das ja alles miterlebt habe, konnte ich natürlich super in meiner Abschlussarbeit darüber schreiben“, berichtet sie. Im Studium Gelerntes, wie verschiedene Methoden der Marktforschung, konnte sie dabei in der Praxis anwenden. In der Marketing-Abteilung möchte Lucy Moita gerne bis zum Studienabschluss bleiben und dort auch ihre Bachelor-Arbeit schreiben.

Es gefällt ihr hier, „weil immer neue Aufgaben auf mich warten“, wie sie sagt. Dafür braucht man Kreativität. Die kann sie zum Beispiel auch einbringen, wenn sie ihre Ideen für ein Verpackungsdesign bezüglich Farbe, Muster und Stil an eine Agentur weitergibt, die anhand dieses Briefings Entwürfe erstellt. Ihr liegt auch die Kommunikation, mit anderen Abteilungen oder mit Kunden.

Gerne würde sie während des Studiums einige Zeit an einem der zwei
WEPA Standorte in Frankreich verbringen. In der Schule lernte sie neben Englisch noch Spanisch und Französisch. Darin legte sie ein Zertifikat ab, mit dem man in Frankreich studieren kann. Die Halb-Portugiesin, ihr Vater stammt aus Portugal, wurde als Kind zweisprachig erzogen. „Aber das hat sich dann irgendwann verlaufen“, bedauert sie, würde aber ihre Portugiesisch-Kenntnisse gerne, wenn sie Zeit hat, wieder auffrischen. Doch jetzt steht erstmal das Studium vorne an. Bereits im ersten Semester an der Wirtschaftsakademie lernte Lucy Moita Wirtschaftsenglisch. Diese Kenntnisse kann sie zum Beispiel bei Sitzungen des Marketingteams verwenden. Nehmen Kollegen aus Frankreich und Italien daran teil, sprechen alle Englisch.

Nun, im vierten Semester, hört Lucy Moita auch Vorlesungen, die auf Englisch gehalten werden. Ähnelten die Studieninhalte im ersten Semester noch den Themen an der Berufsschule, etwa betriebliche Prozesse oder Logistik, geht es in den höheren Semestern unter anderem um Recht, Investition oder Finanzierung.

In fast allen Vorlesungen werden Kenntnisse in Mathematik vorausgesetzt, komplizierte Gleichungen sollten die Studierenden auflösen können.

Donnerstag und Freitag verbringt Lucy Moita an der Hochschule, die übrige Woche ist sie im Unternehmen. „Es gehört schon Ehrgeiz dazu, man macht das nicht mal eben“, meint sie auf Stress während des Studiums angesprochen. Zwar müsse man nicht jeden Tag fünf Stunden lernen, aber in der Klausurphase doch auch schon abends nach der Arbeit. Wenn man sich gut organisiere, schaffe man es aber, Lernen und Freizeit zu koordinieren. Und schon während des Studiums, dass sie voraussichtlich 2020 abschließen wird, hat sie Geld verdient und viel Berufserfahrung gesammelt.


Duales Studium Betriebswirtschaft

Ein duales Studium Betriebswirtschaft bieten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen an. Es bereitet auf alle betriebswirtschaftlichen Aufgaben vor. Die praktische Ausbildung im Betrieb wechselt mit dem Studium an einer Hochschule ab. Die Studierenden beenden das Studium in der Regel nach sieben Semestern mit dem Bachelor-Abschluss, oftmals zusätzlich mit einem kaufmännischen Berufsabschluss.