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Gute Zukunftschancen

Die Prüfungsbesten Markus Brötje (l.), Stefan Aigner (4. v. l.), Holger Schmitt (3. v. r. ) und Patrick Thirifays (2. v. r.) sowie Schulleiter Oberstudiendirektor Jürgen Gerstner (2. v. l.), Alfons Moritz, Geschäftsführer der IHK Karlsruhe (3. v. l.) und Dr. Hans-Peter Berger, Geschäftsführer des Papierzentrums (ganz rechts).

44 neue Industriemeister Papiererzeugung und Papier- und Kunststoffverarbeitung aus einem Vollzeit- und einem Teilzeitausbildungskurs konnte die Papiermacherschule – Schulzentrum Papiertechnik in diesem Sommer verabschieden.

VM

„Dies ist der Beginn einer Karriere, die Sie im Lauf der nächsten Jahre in Positionen bringen kann, an die Sie noch gar nicht denken,“ stellte Oberstudiendirektor Jürgen Gerstner, Leiter der Papiermacherschule – Schulzentrum Papiertechnik, in seiner Ansprache den neuen Meistern in Aussicht. Nach einem Jahr im Vollzeitkurs beziehungsweise zwei Jahren Unterricht in Blöcken im Teilzeitkurs hatten sie Ende Juli erfolgreich die Prüfung bestanden. Ihre Meisterbriefe bekamen sie bei einer Feier im Papierzentrum überreicht, zu der auch die Angehörigen eingeladen waren.

Jürgen Gerstner sprach den Meistern seinen Glückwunsch aus. In diesem Jahr seien die Leistungen besonders gut gewesen. Aus diesem Grund erhielten gleich vier Absolventen als Auszeichnung für den besten Abschluss den Meisterbecher der deutschen Papierindustrie. Es sind: Stefan Aigner von der Papierfabrik Palm in Eltmann, Markus Brötje von der Papier- und Kartonfabrik Varel, Patrick Thirifays von WEPA in Arnsberg und Holger Schmitt von Kunert Wellpappe in Bad Neustadt.

Der Schulleiter wies auf die hohe Qualität der Meisterausbildung hin. Die Kenntnisse der Meister im Bereich Technologie, Führung und Organisation seien sogar im Ausland bekannt.

Gute Berufsaussichten bieten sich ihnen auch aufgrund der starken Stellung der deutschen Papierindustrie, sie ist die Nummer vier weltweit und die Nummer eins in Europa, wie der Geschäftsführer des Papierzentrums, Dr. Hans-Peter Berger, erläuterte. Diese starke Position liege einerseits an der günstigen geografischen Lage, aber auch an den gut ausgebildeten Mitarbeitern. „Sie sind unser Wettbewerbsvorteil“, sagte Dr. Berger zu den Meistern. „Ihnen stehen alle Wege und Türen offen“. Es bestünden viele Qualifizierungsmöglichkeiten bis hin zum Studium, und der demografische Wandel biete die Chance, schneller eine Führungsposition zu erlangen, da mehr Ältere in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen werden.

Alfons Moritz, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, für den es „nichts Schöneres gibt, als Meisterbriefe zu unterschreiben“ und der sie dann mit dem Schulleiter persönlich überreichte, sieht die duale Ausbildung in Deutschland als einen Grund für die geringe Jugendarbeitslosigkeit hierzulande. Zu den Meistern sagte er: „Wir brauchen Sie, damit wir unseren Wohlstand erhalten können“. Und, mit Blick auf die zurückliegende Fußball-WM: „Nicht nur die Fußballer trainieren und ackern, sondern auch Sie mussten es, aber es lohnt sich“.

Als Vertreter der Fachschüler dankte Markus Brötje allen „Wegbegleitern“: Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung, dem Sekretariat und der Hausleitung des Papierzentrums, die dafür gesorgt habe, dass die Meisterschüler „wie in einem 4-Sterne-Hotel“ untergebracht gewesen seien.

Die Feier wurde aufgelockert mit Musik von Mitgliedern des Lehrerkollegiums. Lehrerin Sigrun Wenz spielte Querflöte, der ehemalige Lehrer Artur Haitz auf dem Synthesizer.

„Ihnen stehen alle Wege und Türen offen“