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Gut vorbereitet

Sie sind die Ersten ihrer Art: Nach der neuen Prüfungsordnung haben 31 Absolventen an der Papiermacherschule Gernsbach – Schulzentrum Papiertechnik – ihre Prüfung zum „Geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung“ erfolgreich abgelegt.

Manfred Fieting

Ihre Meisterbriefe erhielten am 27. Juli 2007 eine Meisterin und 30 Meister aus den Händen von Schulleiter Jürgen Gerstner und von Eike Brüggemann von der Industrie und Handelskammer bei der feierlichen Verabschiedung im Papierzentrum.

Alle Prüflinge waren erfolgreich, wie der Oberstudiendirektor in seiner Ansprache ausführte. Die Prüfung sei in angenehmer und völlig entspannter Atmosphäre verlaufen. Erstmals mussten die Meisterarbeiten gegenüber der Prüfungskommission 15 Minuten lang in freier Rede erläutert werden. Dabei ergaben sich richtige Fachgespräche zwischen Prüflingen und Prüfern.

Lange hat man nach den Worten des Oberstudiendirektors nach einer englischen Übersetzung des „Meisters“ gesucht, man einigte sich auf die Bezeichnung „Bachelor Professional“. Sie sei allerdings noch nicht amtlich, bisher bestehe erst ein Gesetzentwurf.

Der Vertreter der Fachschüler, Dieter Kreuser von Hakle-Kimberly Koblenz, schilderte ihre Anfangsängste, die Anforderungen ihrer Firma nicht erfüllen zu können. „Doch wir hatten Erfolg und nun sind wir die neue Meistergeneration“. Lobende Worte auch für Unterbringung und Verpflegung, bei Franz und Ute Prechl hätten sie sich wie zu Hause gefühlt. Die Teamarbeit in der Klassengemeinschaft war entscheidend für ihren Erfolg, alle Konflikte und Probleme wurden einvernehmlich gelöst.

Stephan Meißner, Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums, nannte einige Kennzahlen der deutschen Papierindustrie. In Europa ist Deutschland bei der Papiererzeugung die Nummer 1 und weltweit die Nummer 4 hinter den USA, China und Japan. Zudem werde die Produktion jährlich um vier Prozent gesteigert. Für die nächsten Jahre prognostiziert er steigende Meisterzahlen, auch wegen des stärker werdenden Mangels an Papieringenieuren. Zum Abschluss überreichte er dem Besten jeder Klasse den Meisterbecher. Es sind Andreas Wittig von der Papierfabrik Palm in Eltmann und Christian März von Propapier in Burg.